Schriesheim

Schriesheim Sternsinger-Aktion in der Weinstadt erzielt noch höheren Erlös als im Vorjahr / Kirchenbesucher applaudieren

Mehr als 18 500 Euro für Altersgenossen in Peru

Seit dem Neujahrstag sind in der Schriesheimer Kernstadt und im Stadtteil Altenbach 40 kleine Sternsinger, begleitet von 15 Betreuern, unermüdlich bei Regen, Sturm und Kälte unterwegs. Früh morgens machen sie sich auf den Weg. Und das, obwohl manche von ihnen sich gerne noch einmal im Bett hätten umdrehen wollen. Immerhin sind ja noch Ferien.

An jeder Tür wird geklopft beziehungsweise geklingelt und singend der Segen in jedes Haus gebracht. Mit geweihter Kreide schreiben sie das „C*M*B“, umrahmt von der Jahreszahl 2019, was übersetzt heißt „Christus segne dieses Haus“. Und sie bitten um eine Spende für die Kinder in aller Welt.

In diesem Jahr steht die Sternsingeraktion unter dem Motto „Wir gehören zusammen“, und die kleinen Heilsbringer sammeln Spenden für benachteiligte Kinder mit Behinderungen in Peru. Und die Schriesheimer sind dafür mehr als großzügig. 18 500 Euro kommen zusammen, das Kleingeld noch nicht mitgerechnet, also deutlich eine Steigerung, sind es im letzten Jahr 17 120 Euro, was auch nicht gerade wenig ist.

Ökumenische Aktion

Dieses tolle Ergebnis nennt während des Gottesdienstes an Epiphanias der Pastoralreferent Marc Rahmann, was von den Kirchenbesuchern mit Applaus gewürdigt wird. In seiner Ansprache vermerkt Rahmann, dass die Sternsingeraktion ökumenisch gewesen sei und von beiden Kirchen unterstützt wird.

An die kleinen Sternsinger gewandt, geht er auf die Weihnachtsgeschichte ein und fragt, was Gott wohl damit beabsichtigt habe, seinen Sohn, als Retter der Welt, im Stall einer relativ unbedeutenden Stadt zur Welt kommen zu lassen und dass gerade die Ärmsten der Armen zu ihm gekommen sind.

„Objektiv betrachtet ist das ein unrealistisches Ereignis“, fährt Rahmann weiter fort: „Doch Gott selbst wurde ein Mensch zum Anfassen, was nichts anderes bedeutet als ‘Wir gehören zusammen‘“. Jesus habe sich Zeit seines Wirkens auf der Erde niemals um Äußerlichkeiten gekümmert, alle durften zu ihm kommen. „Ihr habt Euch für die benachteiligten Kinder in Peru eingesetzt und Spenden gesammelt“, dankt er den Sternsingern: „Und damit habt Ihr die göttliche Botschaft ‘Ihr seid einzigartig‘ in die Welt getragen.“

Dank an alle Aktiven

Rahmann dankt auch den Helfern, die die Sternsinger begleitet haben. Seine Anerkennung gilt außerdem den vielen Händen im Hintergrund, die für das Wohl der kleinen Heilsbringer gesorgt haben. greg