Schriesheim

Schriesheim Die neuen Moderatorinnen der Mathaisemarkt-Krönung, Sophie Koch und Lisa Menges, haben sich viel vorgenommen

Mikrofon ersetzt das Zepter

Es war die Sensation der Marktausschuss-Sitzung des Schriesheimer Gemeinderates am Mittwochabend: Die ehemaligen Weinköniginnen Sophie Koch und Lisa Menges moderieren, wie bereist kurz gemeldet, fortan den Krönungsabend des Mathaisemarktes. Im Gespräch mit dem „MM“ erläuterten sie im Vorfeld, wie es dazu kam, und was sie vorhaben.

Sophie (21) – sie studiert in Karlsruhe für das Lehramt an Grundschulen – amtierte 2018/19 als Weinkönigin. Zuvor war sie Prinzessin ihrer Vorgängerin Lisa (24), die Tourismus- und Reiseverkehrswirtschaft studiert. In dieser gemeinsamen Zeit entstand eine Freundschaft, die von beiden bis heute gepflegt wird. So entwickelte sich bei einem Gespräch zwischen ihnen die Idee, die Moderation des Krönungsabends zu übernehmen, als sie hörten, dass Astrid Spies damit aufhören möchte.

„Am Anfang war es eine Schnapsidee oder besser: eine Weinidee“, lacht Sophie im „MM“-Gespräch: „Inzwischen wurde es ernst.“ So gingen sie auf Bürgermeister Höfer zu. „Wir hatten dann ein längeres Gespräch“, berichtet der Rathaus-Chef. Am Ende war man sich einig, kam jedoch überein, die Sache einstweilen geheim zu halten. „Ich bin froh, dass es jetzt raus ist“, meint Sophie am Mittwochabend erleichtert.

Ihre Planung für das große Ereignis ist weit gediehen. „Eigentlich ist sie sogar schon fast abgeschlossen“, bekennt Sophie. Als Motto haben sich die beiden den Slogan „Von Schriesheimern für Schriesheimer“ gewählt. Das Traditionelle, das Heimelige, ja das Anrührende, das viele Besucher an diesem Abend so sehr lieben – das soll natürlich bleiben. Aber er soll auch noch etwas moderner und damit der Weg fortgesetzt werden, den Astrid Spies bereits eingeschlagen hat. Mehr wollen die beiden jedoch noch nicht verraten.

Eine Veränderung, die jedoch offensichtlich sein wird: Anders als Astrid Spies werden die beiden keine Headsets tragen, sondern mit Mikrofonen arbeiten: „Das ergibt sich einfach daraus, dass jetzt zwei die Moderation machen“, erläutert Lisa.

Reichhaltige Erfahrung

Ist es ein Vorteil, selbst einmal Weinhoheit gewesen zu sein, quasi auf der anderen Seite der Bühne gestanden zu haben? „Das ist keine Voraussetzung“, meint Lisa, „aber es ist natürlich von Vorteil, schon einmal diese Veranstaltung auf der Bühne miterlebt zu haben“. Und außerdem haben sie in ihrem Amt schon viele Krönungen an anderen Orten erlebt.

Die jedoch wollen sie sich nicht als Vorbild nehmen. „Oftmals ist das dort nur ein kurzer protokollarischer Akt“, begründet Sophie: „Und außerdem noch sehr viel traditioneller, ja konservativer als bei uns.“

An einem wird jedoch auch künftig festgehalten: am Ort des Geschehens. „In der Tat gab es Überlegungen, zu diesem Anlass in den Zehntkeller zu wechseln“, bestätigt Höfer: „Diese sind jedoch vom Tisch.“