Schriesheim

Schriesheim Goldene Hochzeit von Erika und Helmut Ziskoven

Mit dem Zug ins Eheglück

Archivartikel

Erika und Helmut Ziskoven haben allen Stürmen des Lebens getrotzt und sind nach 50 Jahren Ehe immer noch so glücklich wie zu Beginn ihres Kennenlernens. An den Tag erinnert sich die Jubel-Braut noch sehr genau: „Es war der 25. November 1967. Wir saßen beide im Zug Richtung Heimat“, erzählt die Erzieherin, die damals in einem Kinderheim arbeitete und auf dem Rückweg nach Köln war. Helmut Ziskoven lebte mit seinen vier Geschwistern bei Köln und wollte gerade seinen Heimaturlaub antreten.

Er sei ihr gleich aufgefallen: „Denn er hat so traurig und hungrig auf meine Schokolade geschaut.“ Sie bot ihm etwas an, die beiden kamen ins Gespräch, mussten sich dann aber trennen, denn jeder fuhr in eine andere Richtung weiter. Doch Amors Pfeil hatte beide getroffen und führte sie am folgenden Montag wieder zusammen. Sie sei am Bahnhof in Münster gestanden und habe nach ihm Ausschau gehalten. „Da hat mir jemand von hinten auf die Schulter geklopft“, erzählt sie: „Und da stand er“. 11 Monate verbrachten sie nun jede freie Minute mit einander. Am 7. Oktober 1968 fand die standesamtliche Trauung statt, und am 8. 10. gaben sie sich in der katholischen Kirche das Jawort. Später zogen beide nach Mannheim, wo er seinen Beruf als Bäcker und Konditor aufgab und bei der Firma Glöckner Stahlbau arbeitete. Seit 14 Jahren leben beide in Schriesheim, wo sie zu den Gründungsmitgliedern des Arbeitskreises Schriesheimer Senioren gehörte. Aus der Ehe ging ein Sohn hervor, und die Eheleute haben mittlerweile zwei Enkelkinder.

Ihr Mann, sagt Erika Ziskoven, sei ein Familienmensch. Die Frage, ob er seine Erika wieder heiraten wolle, beantwortet er pragmatisch: „Ja, natürlich, sie ist eine gute Köchin und kann auch sehr gut backen.“ Immerhin, ein Lob aus dem Mund eines Konditors. Am Samstag erneuert das Paar in der katholischen Kirche sein Ehegelübde, anschließend wird mit der großen Familie gefeiert. Im Namen der Stadt gratulierte ihnen Bürgermeister Höfer schon jetzt und überbrachte ihnen ein Schreiben vom Landesvater. greg