Schriesheim

Schriesheim Sechs Bands bei „Schriesheim jazzt“ am 6. Juli / Eröffnung um 19.30 Uhr vor dem Alten Rathaus

Musikalisches Feuerwerk in der Altstadt

Archivartikel

In den historischen Gassen und Höfen der Schriesheimer Altstadt wird am Samstag, 6. Juli, die Nacht bei „Schriesheim jazzt“ wieder zum Tag. Sechs Bands hüllen die Stadt bis in die Nacht mit einer Mischung aus Soul, Blues und Jazz in ein musikalisches Feuerwerk ein.

Bürgermeister Hansjörg Höfer und die Vorsitzende des Kulturkreises, Gabriele Mohr-Nassauer, eröffnen die Veranstaltung um 19.30 Uhr vor dem Alten Rathaus. Geht man vom Rathaus aus in Richtung Oberstadt zum Mainzer Land, so gelangt man zum Jordan-Weiss-Quartett, das bereits in der Vergangenheit die Gäste mit Musik, beeinflusst von Django Reinhardt, begeisterte.

Dem Jazz verschrieben

Vor dem Zehntkeller haben „En Haufe Leit“ ihre Zelte aufgebaut – die Band mit dem stärksten „Orchestra“, ähnlich dem Fletcher Henderson. Das Ensemble entführt das Publikum auf eine musikalische Reise nach New Orleans über Kiew bis nach Groß-Gerau und Graz. Hier liegt das leibliche Wohl in den Händen der Winzergenossenschaft und La Perseria Mashti. „Lightshy“ spielt im Hof zum Goldenen Hirsch feurige Rhythmen, magische Latin-Sounds und gefühlsvolle Balladen.

Am Strahlenberger Hof tritt das „Voxemble“ mit drei Vokalisten und drei Instrumentalisten auf, die sich der Jazzliteratur verschrieben haben. Gleich nebenan, im evangelischen Kirchgarten, präsentiert „Elville Bluesband“ ein Musikprogramm mit einer Mischung aus bodenständigem Blues, Soul und Jazz. Die Bewirtung übernehmen dort Forschners Schützenhaus und das Gasthaus Opfermann.

Die Veranstaltung ist vom Wetter abhängig. „Im Notfall müssen wir in die geschlossenen Räume ausweichen“, so Wähling. Darunter die Räumlichkeiten der Gaststätten und der Strahlenberger Turnhalle sowie der Zehntkeller. Die Gruppen spielen insgesamt vier Sets zu je 45 Minuten, so dass jeder Besucher die Möglichkeit hat, die Auftritte in voller Länge zu genießen und ohne Eile zwischen den Darbietungen der Musikgruppen zu wechseln.

Das Festival feiert in diesem Jahr seine 14. Auflage. Die Veranstaltung zeichne sich durch die hohe Qualität der Musikgruppen aus, die aber nicht die Finanzen des Vereins sprengen dürften. Mitveranstalter Jochen Wähling erinnert sich, dass man vor Jahren eine Band verpflichten konnte, die heute kaum mehr zu bezahlen sei.

Gage wichtiges Kriterium

„Man sollte ein Händchen dafür haben, Bands zu finden, die kurz vor dem Durchbruch stehen und deren Namen noch nicht so bekannt ist“, meint er. Er freue sich, dass Eugen Fallmann bei der Auswahl behilflich war. „Ein Kriterium ist schon die Gage, sonst könnten wir uns das Fest nicht mehr leisten“, so Wähling.