Schriesheim

Schriesheim Traditionelle Wegeputz-Aktion im Stadtteil Ursenbach

Nach einem Jahr Pause besonders viel zu tun

Archivartikel

Durch Wälder und Wiesen rund um Ursenbach streifen - kein Ausflug, sondern die mittlerweile traditionelle Wegeputz-Aktion trieb jetzt ein Dutzend Bewohner des Ortsteils um, allen voran Ortsvorsteherin Rosemarie Edelmann. Ihr Ziel: dem Wildwuchs in und um die Odenwaldgemeinde zu Leibe zu rücken.

In drei Teams machten sich die Ortschaftsräte, ausgerüstet mit Harke und Schaufeln, an ihre jährliche Aufgabe, Unrat zu entfernen und den Wildwuchs zurück zu schneiden. „Im letzten Jahr hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht, so dass in diesem Jahr mehr Arbeit anfällt“, erläuterte die Ortsvorsteherin.

Diesmal wurde besonders auf die Säuberung der Abflaufrinnen Wert gelegt, damit das Wasser bei starkem Regen problemlos abfließen kann. Und die waren dann auch ziemlich verstopft. Während eine Gruppe damit beschäftigt war, die Rinnen zu säubern, machte sich ein weiterer Trupp auf, Hecken zurückzuschneiden, die bereits über die Straße wucherten.

Die „Problemkinder“ waren mal wieder die Wirtschaftswege am und um den Friedhof. Auch hier hatte sich im Verlauf der Jahre die Natur über die Wege hinweg ausgebreitet und landwirtschaftlichen Fahrzeugen die Durchfahrt erschwert. Äste und Totholz wurden gleich an Ort und Stelle im Häcksler zerkleinert und wieder als Dünger ausgestreut. In diesem Jahr hatten die Aktiven noch eine Hilfskraft: Tim Schollenberger, Jugendgemeinderat und Jungfeuerwehrmann aus Schriesheim. „Er hat tüchtig mit angepackt“, lobte die Ortsvorsteherin.

Die Helfer betätigten sich nicht nur als Landschaftspfleger, sie waren auch als Tierretter aktiv. Heruntergefallene Äpfel hatten es den Schafen angetan, die ihr Gehege verlassen wollten. Beim Ausbüchsen blieben einige allerdings im Zaun hängen, wurden von den Helfern gerettet und auf die gegenüberliegende Weide zu den Apfelbäumen getragen. Bedankt für die Hilfsaktion haben sie sich aber nicht.

Gegen Mittag waren alle Arbeiten auch dank des jungen Gehilfen erledigt. Im Dorfgemeinschaftshaus gönnten sich die Helfer zum Abschluss einen Imbiss.