Schriesheim

Schriesheim Ochsenkopfessen der Freien Wähler / Bilanz nach der Kommunalwahl

Neustart mit fünf Sitzen

Archivartikel

Wenn die Freien Wähler zum Ochsenkopfessen ins Gewächshaus ihres Mitglieds, dem ehemaligen Stadtrat und Bürgermeisterstellvertreter Heinz Kimmel, einladen, dann muss keiner hungrig nach Hause gehen. Die großen Töpfe sind immer reichlich gefüllt und, satt geworden ist bisher auch immer jeder.

Das konnten die fleißigen Helfer bescheinigen, die über Stunden hinter dem Tresen standen und einen Teller nach dem anderen füllten. Bereits um die Mittagszeit gegen 12 Uhr wurde es im Glashaus so richtig eng, und an der Kasse bildeten sich lange Schlangen. Wie viele Ochsen für dieses festliche Mahl ihre Köpfe lassen mussten, das konnte von den Essensausgebern niemand mit Bestimmtheit sagen.

„Es waren viele, sehr viele“, vermutete der Vorsitzende Klaus Hartmann, der auch die Gäste begrüßte und den Gastgebern für die Bereitstellung der Räumlichkeiten dankte. Bei dieser Gelegenheit lud er alle ein, am Sonntag, 3. November, um 10.30 Uhr zu einem Bouleturnier auf den neu gestalteten Raiffeisenplatz zu kommen.

„Für Essen und Trinken wird bestens gesorgt sein“, versprach er. Nach der Kommunalwahl sei die Gemeinderatsfraktion um einen Sitz geschrumpft: Das sei einerseits schmerzhaft, könne andererseits aber auch als Chance gesehen werden. Immerhin, so Hartmann, habe man im Wahlkampf alles daran gesetzt, die fünf Sitze zu halten. „Doch der Wähler hat eben anders entschieden, und das müssen wir respektieren“, äußerte sich Stadtrat Matthias Meffert.

Dass man auf der Liste viele junge Mitglieder aufstellen konnte, sah er als einen Gewinn und eine Chance: „Wir haben uns für die nächsten fünf Jahre hohe Ziele gesteckt.“ Ganz oben stehe die Schulsanierung.

„Wir müssen einen engen Zeitplan einhalten, sonst verfallen die Zuschüsse“, erläuterte er, gab sich aber optimistisch, was die Einhaltung des Limits anging und erklärte weiter: „Die Schulcontainer werden derzeit aufgestellt, und Anfang nächsten Jahr können sie von den Schülern genutzt werden“.

Ein großes Anliegen der Freien Wähler, das sie auch umsetzen konnten, war die Barrierefreiheit und Pflege der Grünflächen. „Auf diesen Zug sind dann auch die anderen Parteien aufgesprungen“, bemerkte Meffert. Während die Erwachsenen sich dem Essen hingaben, vergnügten sich die Kinder im Hof mit Sprüngen in der Hüpfburg. „Die werden doch nicht alle für das Klima hüpfen“, witzelte ein Gast.