Schriesheim

Schriesheim Am Montag zieht es wieder viele Besucher zum Straßenfest

Nur mit etwas Glück ist ein freier Platz zu ergattern

Archivartikel

Der Kerwe-Montag am Straßenfest war so ganz nach dem Geschmack der Veranstalter. Der Himmel war zwar etwas eingetrübt, doch die recht milden Temperaturen brachten dem Weindorf ein volles Haus, besser gesagt, volle Bänke und Tische sowie Schlangen vor den Ständen, die Essebares verkauften. Da musste man schon Glück haben, um noch ein freies Plätzchen zu ergattern, wo man sein Essen genießen konnte.

Die Zeit des Anstehens vor Forschers Imbissstand verkürzte der Alleinunterhalter Dietmar Jöst, der „atemlos“ in die Tasten des Keyboards griff. Ein Pfiff aus dem Publikum, und wie aus dem Nichts schritt Rudi Kling in Richtung Bühne, ergriff das Mikro und stimmte gemeinsam mit Dietmar Jöst in ein Volkslieder-Medley ein, deren Texte er auch mal verfälschte. „Ein Straßenfest ohne unseren Rudi, das ist nur halb so viel wert“, bemerkte ein weiblicher Fan von ihm und klatschte sich gemeinsam mit Freundinnen die Hände wund.

Bilanz des Bürgermeisters

Doch Schriesheim hat nicht nur seinen singenden Rudi, es hat auch einen singenden Bürgermeister. Und gemeinsam schmetterten sie das Schriesheimer Lied. Bürgermeister Hansjörg Höfer zeigte sich mit dem Straßenfest sehr zufrieden. In seiner abschließenden Bilanz hob er den sehr guten Besuch hervor, wobei der Samstag besser frequentiert gewesen sei als der Sonntag. „Wir hatten auch großes Glück mit dem Wetter“, begründete er. Zusammenfassend bestätigte Höfer: „Es war ein schönes und friedliches Fest ohne jegliche Vorkommnisse, und darüber sei er besonders froh“. Einmalig sei es auch gewesen, dass in diesem Jahr alle Autobesitzer vorschriftsmäßig ihre Autos abgestellt haben. „Wir mussten kein einziges Fahrzeug abschleppen“, sagte er, und das sei wohl eine Nachricht wert.

Als ein Grund, warum zum Straßenfest jedes Jahr immer mehr Gäste aus der gesamten Region kommen, meinte Höfer: „Es ist kompakt, nicht so groß, und das macht unser Straßenfest aus“. Zufrieden mit dem Besuch zeigte sich auch der Verkehrsverein. Zwar konnten nicht alle Buttons verkauft werden, doch auch in diesem Jahr war der Jazzpoint in der Oberstadt ein Besuchermagnet. Sowohl „Bluesgosch“ mit Dieter Reinberger wie auch die „Second Generation“ haben eine sehr große Fangemeinde, so die Vorsitzende Irmgard Mohr.

„Eugen Fallman hat ein Händchen für die Musikrichtung, und die spricht viele an“. Sie wolle nicht versäumen, ein Dankeschön an Familie Röth in der Oberstadt für die Nutzung ihres Hofes richten, und sie dankte auch dem Team Barstadt 8. Den Schlussakkord der Kerwe 2018 setzte gestern – wie all die Jahre zuvor – die T-Band.