Schriesheim

Schriesheim Veranstaltung des Jugendgemeinderats auf dem Push-Gelände fällt Regen zum Opfer

Party in abgespeckter Form gefeiert

Die Mitglieder des Schriesheimer Jugendgemeinderates hatten in das Jugendfest, das sie auf dem Pushgelände schmeißen wollten, viel Arbeit und viel an Vorbereitung gesteckt. Sie planten ein Fußballmatch und ein Volleyballspiel und für diejenigen, die weniger für sportliche Aktivitäten zu begeistern sind, mit denen wollte man einen Workshop im Cocktail Mixen – natürlich ohne Alkohol – anbieten. Alles war bis aufs Kleinste vorbereitet, doch dann machte das April launische Maiwetter nicht mit und kurz bevor die Party steigen sollte, goss es aus allen Kübeln.

„Wir überlegten, die Party abzusagen“, übermittelte recht enttäuscht Jugendratsmitglied Alexander Gernold. Doch dann seien einige kleinere Kinder auf das Gelände gekommen und da man sie nicht enttäuschen wollte, habe man eine kleine abgespeckte Party innerhalb der Räumlichkeit organisiert. „Wir waren gut mit Getränken, kleinen Snacks und Brötchen eingedeckt und wir wollten auch nicht die Kinder wieder nach Hause schicken“, begründete er und da der Innenraum sowohl über einen Tischkicker wie auch eine Tischtennisplatte verfügt, hatten die Kinder einen vergnügten Nachmittag. Als dann der Regen etwas nachließ, nutzten die Kleinen das Außengelände, um mit ihren Fahrrädern durch die Pfützen zu brettern, was aber den Vätern, die ihre Kinder abholten, nicht gerade gefiel.

Im Vorfeld hatten die Mitglieder des Jugendgemeinderats einen Fragebogen vorbereitet, auf den die Jugendlichen ihre Wünsche und Vorschläge niederschreiben sollten. Grund war, dass die Kinder, die an diesem Nachmittag den Weg ins Push-Gelände gefunden haben, noch recht jung waren und noch keinerlei Interesse an der Arbeit eines Jugendgemeinderats zeigten.

Auf das, was seit Bestehen des Jugendgemeinderats die jungen Kommunalpolitiker so alles auf die Beine gestellt haben und über den Gemeinderat auch durchgesetzt, kann sich sehen lassen. Zu den größten Coup zählt wohl der Basketballplatz am Sportgelände und seit Neusten gibt es dort auch weitere sportliche Gerätschaften, die von den Jugendlichen mit großer Begeisterung angenommen wurden. „Wir kämpfen jetzt um einen Platz, wo Jugendliche chillen können, ohne dass sich die Nachbarn gestört fühlen“, nannte Elliot Higgins einen weiteren Punkt. Man werde sich jetzt auf eine konkrete Suche nach einem geeigneten Platz machen, weiter stünden noch Gespräche mit der Verwaltung und dem Bauamt an, doch er sei sich sicher, dass man auf einen gemeinsamen Nenner finden werde. „Wir haben viele Ideen aber ob dann auch alle umzusetzen sind“, da wollte er sich nicht weiter äußern. greg