Schriesheim

Schriesheim Beim Hundeschwimmen im Waldschwimmbad werden die vierbeinigen Besucher von oben und unten nass / Nicht alle hält Dauerregen vom Kommen ab

Pudel und Labrador gehen baden

„So ein bisschen Regen“, schien sich Leika zu denken. Unbeeindruckt vom schlechten Wetter und dem schon recht kühlen Wasser stürzte sich die Labradorhündin in die Fluten des Beckens im Waldschwimmbad. Sie drehte einige Runden, versuchte, anderen im Wasser planschenden Artgenossen ihre Bälle und Stöckchen zu entreißen, um dann schwungvoll ans glitschige Ufer zu springen. Hier schüttelte sie sich erstmal ausgiebig vor ihrem fröstelnden Frauchen, das unter einem Regenschirm Zuflucht suchte.

Nicht ganz so mutig zeigte sich Sissi. Die Pudeldame steckte nur ihr Pfötchen ins Wasser und verdrückte sich lieber in den Raum des Bademeisters. Zum dritten Mal lud der Schriesheimer Verein der Hundefreunde (VdH) jetzt alle Hunde in Begleitung ihrer Halter ins Waldschwimmbad ein. Doch das Schmuddelwetter hielt viele Hundebesitzer ab, ihren Lieblingen den Badespaß zu gönnen. „Wir hätten nicht gedacht, dass dennoch so viele gekommen sind“, freute sich VdH-Vizevorsitzende Natalie Gabriele und berichtete, dass morgens mehr Besucher gekommen waren als in den Nachmittagsstunden.

Ein Blick in die Runde konnte das nur bestätigen: Lediglich zwei Hunde jagten im Wasser den hineingeworfenen Bällen hinterher. Artgenossen standen derweil am Beckenrand und beschnüffelten einander freundlich, während andere ein bedrohliches Knurren hören ließen.

Um den Tieren den Einstieg ins Becken zu erleichtern, hatten die Helfer an zwei Seiten eine Einstiegshilfe angebracht, der sich die Hunde sehr vorsichtig näherten. Trotz aller Umsicht fand auch mal ein Vierbeiner ungewollt schnell den Weg ins Wasser: Ein Welpe machte so unfreiwillig Bekanntschaft mit dem kühlen Nass. Sein herzerweichendes Jaulen rief das Herrchen herbei, das ihn aus dem Wasser fischte und tröstete.

Am späten Nachmittag kam die sechsjährige Piper, eine Staffordshire-Terrierin, gut in einen Regenmantel eingehüllt, und blickte sich erstmal um. „Sie ist sehr ängstlich und bleibt lieber im Trockenen“, erzählte ihr Frauchen, das ihr eine Hundeschwimmweste umschnallte, eine Hilfe, die das Tier mit dem Hüftleiden beim Schwimmen unterstützte. Hatten am Vormittag noch die Kooperationspartner ihre Stände mit Hunde-Zubehör aufgeschlagen, so waren diese am Nachmittag alle verschwunden. Nur die Veranstalter harrten aus. „Wir bleiben, bis der letzte vierbeinige Badegast gegangen ist“, äußerte sich die zweite Vorsitzende. greg