Schriesheim

Schriesheim Altenbacher Bürgervertretung billigt einstimmig Haushaltsentwurf für den Stadtteil / Nur Abtsweg-Sanierung fehlt

Räte im Großen und Ganzen zufrieden

Der Altenbacher Ortschaftsrat hat dem Schriesheimer Etatentwurf für 2019, soweit er seinen Stadtteil betrifft, einmütig zugestimmt. Mit rund 1,3 Millionen Euro hat er sich im Vergleich zum Vorjahr mit 1,2 Millionen Euro kaum verändert.

Die Verwaltungsstelle wurde mit 247 000 Euro bedacht – im vergangenen Jahr waren es 159 000 Euro. Davon abzuziehen sind jedoch 70 000 Euro, die von der Versicherung auf Grund des Brandschadens an der Treppe zwischen dem Abtsweg und Schule übernommen werden. Von Karl Reidinger (CDU) wurden „die horrenden Post- und Telefongebühren“ kritisiert, die sich von 600 Euro auf 1500 Euro erhöht haben.

470 000 Euro für Birkenweg

Freuen darf sich die Altenbacher Feuerwehr: Sie erhält 10 000 Euro für eine neue Tür an der Floriansklause. 86 000 Euro fließen in die Altenbacher Grundschule, weniger als im Vorjahr, als jedoch allein 35 000 Euro für die Akustikdecke eingeplant waren. Mehr gibt es in diesem Jahr auch für den Kindergarten: Hierfür stellt die Verwaltung 774 000 Euro bereit.

Für die Wartung des Altenbacher Kunstrasens auf der Kipp sind 2000 Euro und für die Instandsetzung der Wirtschaftswege 10 000 Euro eingeplant. Im Vermögenshaushalt stehen 15 000 Euro für Untersuchungen zu Baumaßnahmen im Sanierungsgebiet und 470 000 Euro für die Baumaßnahme im Birkenweg.

Die Ortschaftsräte bedauerten jedoch, dass auch in diesem Jahr der Abtsweg das Nachsehen hat. Diesbezüglich informierte der Ortsvorsteher Herbert Kraus, dass die Verwaltung noch Verhandlungen mit den Eigentümern führe. Geplant sei nämlich, die Straße zu erweitern; dazu müsse man einen Teil der Grundstücke von den Eigentümern abkaufen und zudem die Standfestigkeit der Mauer dort überprüfen.

Als Erfolg bezeichnete Kraus die Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 10 000 Euro für das Grabfeld „O“. Dann gebe es neben der Urnen- auch eine Baumbestattung auf dem Friedhof: „Also muss kein Forst zerstört werden“, so Kraus.

Kein Erfolg beim Fath‘schen Haus

Keinen Erfolg hatte das Gremium jedoch mit dem Wunsch, das Grundstück des Fath‘schen Hauses, ein Schandfleck im Ortsmittelpunkt, als Parkplatz zu nutzen. „Das ist schon mehr als ärgerlich“, so Kraus, und die Ortschaftsräte sahen es ebenso.

„Was den Haushalt angeht, ist Altenbach gut ausgestattet“, lobte Hans Beckenbach (Freie Wähler). Er regte an, die Planung für das „Sanierungsgebiet“ weiter voranzutreiben, lobte die Sanierung des Birkenwegs, bedauerte aber, dass der Abtsweg „wieder mal hinten runter fällt.“

Großes Lob auch von der Grünen Liste. „Alle Anforderungen sind berücksichtigt worden“ äußerte sich Heike Lukhaup. Positiv sei, dass große Mittel in den Birkenweg fließen.

Karl Reidinger (CDU) bedauerte, dass die dringend benötigten Parkplätze auf dem Fath‘schen Gelände nicht zustandekommen und dass die Sanierung des Abtswegs wieder einmal verschoben werde. Außerdem kritisierte er den schleppenden Breitbandausbau. Karin Malmberg-Weber (SPD) regte an, parallel zu den Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen mit einem Antrag zu versuchen, wieder ins ELR-Programm aufgenommen zu werden.

Grüne ziehen Kita-Antrag zurück

Kurzfristig hatte die Grüne Liste einen Antrag eingebracht, zusätzlich 30 000 Euro für Sanierungen im Altenbacher Kindergarten einzustellen. Dies sei dringend nötig, begründete Heike Lukhaup.

Ortsvorsteher Kraus kritisierte die kurzfristige Vorlage des Antrags und schlug stattdessen die Erarbeitung einer Prioritätenliste vor. Dies sahen auch die anderen Ortschaftsräte so. Nach dieser Diskussionsrunde zog die Grüne Liste ihren Antrag zurück – unter der Bedingung, dass solch eine Prioritätenliste aufgestellt wird.