Schriesheim

Schriesheim An der Kurpfalz-Realschule normalisiert sich die Situation allmählich wieder / Zu Beginn der Woche 15 der 33 Lehrer krank gemeldet

Rektorin Carse: „Es ist Licht am Horizont“

Archivartikel

Aufregung um die Kurpfalz-Realschule Schriesheim: Zu Beginn der Woche sind 15 der 33 Lehrer auf einen Schlag erkrankt. Angesichts der aktuellen Schlagzeilen zum Thema Gesundheit kommen zuweilen sogar die abstrusesten Gerüchte auf. Doch um es gleich zu sagen: An denen ist nichts dran. Es sei eine Grippewelle, von der die Schule heimgesucht werde, so die Behörden. Und langsam normalisiert sich die Lage auch wieder. „Es ist Licht am Horizont“, versichert Schulleiterin Petra Carse dem „MM“ erleichtert.

Denn auch hinter ihr liegen anstrengende Tage. Denn als sie am Montag ihren Dienst antritt, sieht sie sich mit der Situation konfrontiert, dass 15 ihrer insgesamt 33 Lehrer krank sind. „Ein Ausfall in diesem Umfang ist außergewöhnlich“, bekennt Clara Reuß, die Pressesprecherin des für Auskünfte zuständigen Regierungspräsidiums Karlsruhe. Nach den bisherigen Informationen sei eine Grippewelle die Ursache; es gebe keine Anhaltspunkte, „dass es sich um schwerwiegende gegebenenfalls meldepflichtige Erkrankungen handeln könnte“, so die RP-Sprecherin: „Aus Sicht des Gesundheitsamtes gibt es bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Notwendigkeit für spezifischere Untersuchungen.“

So unklar anfangs die Ursache, so klar die Folgen: „Es wurden vier Klassen am Montag nach Hause geschickt, da der Unterricht nicht gewährleistet werden konnte“, berichtet Elternbeiratsvorsitzende Christiane Haase. Entgegen der Gerüchte fügt sie aber hinzu: „Alle andere SchülerInnen hatten Unterricht.“

Alle Schüler haben Unterricht

Und inzwischen sei auch eine „leichte Besserung“ in Sicht, wie Petra Carse versichert: „Alle Kollegen, die nicht erkrankt sind, leisten Überstunden“, berichtet die Rektorin und fügt hinzu: „Eine Elternzeit-Rückkehrerin wird zu uns umgeleitet und bleibt bis Ende des Schuljahres. Mit einer weiteren ist das Schulamt im Gespräch“, berichtet Carse am Mittwochmittag. Inzwischen sei gewährleistet, so teilt das Regierungspräsidium mit, „dass alle Schüler und Klassen täglich Unterricht haben.“

„Die Realschule hat alles bestens im Griff“, lobt Christiane Haase. Und wie beurteilen die Eltern die Informationspolitik der Schule – sind sie damit zufrieden? „Absolut“, sagt Haase ohne Einschränkung. Noch am Montag seien die Schüler vor Ort in der Schule und die Elternbeiräte per Mail unterrichtet worden: „Eltern und Schüler werden über den weiteren Ablauf täglich informiert“.

In diesem jetzt praktizierten Miteinander sieht die Schulleiterin das Positive an der misslichen Situation: „Wir erhalten von Eltern wunderbar Zuspruch und Unterstützung.“ Deren Vorsitzende mahnt denn auch zur Ruhe; es handle sich um eine Grippe, die massiv zugeschlagen habe, und sonst nichts: „Die mediale Aufmerksamkeit ist unbegründet.“