Schriesheim

Schriesheim Mit TÜV und Feuerwehr auf dem Festplatz unterwegs

Riesenrad & Co. sind sicher

Archivartikel

Spaß muss sein, aber Sicherheit eben auch. Auf dem Mathaisemarkt-Vergnügungspark tragen dafür TÜV, Bauamt und Ordnungsamt Sorge. So überprüfen sie alljährlich die Fahrgeschäfte, bevor die Schausteller ihren Betrieb anwerfen. Der „MM“ hat die Aktion gestern begleitet.

Besondes genauer Prüfung unterzogen werden Riesenrad und große Fahrgeschäfte wie Musik-Express, Gravity und Real Shake. „Die fallen unter die Kategorie der komplexen Fahrgeschäfte“, erläutert Michael Hellmann vom TÜV Süd. Auf Selbsttests wird zwar verzichtet, nicht aber auf den Blick ins Baubuch, ob die vorgeschriebenen Prüfungen gemacht sind. Beanstandungen gibt es nicht. Alle Fahrgeschäfte sind gut gewartet und daher in einwandfreien Zustand – das können die Prüfer mit ihrer Unterschrift bescheinigen.

Von den Kontrollen lassen sich die Arbeiter nicht stören. Überall wird noch letzte Hand angelegt, hier noch ein Fenster geputzt, dort eine letzte Lampe eingeschraubt.

Ebenso auf Sicherheit bedacht, jedoch mit Augenmerk auf andere Kriterien, sind Feuerwehrkommandant Oliver Scherer, Ordnungsamtschef Achim Weitz, Christian Roth von der externen Beratungsfirma und Harald Grebe vom Bauamt.

Der Feuerwehrchef überprüft natürlich zunächst sämtliche Feuerlöscher, nimmt sich alle Propangasflaschen vor und lässt sich die Prüfbescheinigungen vorlegen. „Die Gasflaschen unterliegen einer gesonderten Vorschrift“, erläutert Scherer. Dabei ist es wichtig, dass sich in der Nähe ein sogenanntes Lecksucherspray befindet. „Damit kann man undichte Stellen schnell entdecken.“

Besonders streng sind die Sicherheitsmaßnahmen im Festzelt. Immerhin ist es für 1770 Menschen zugelassen. Hier legt Scherer sein Augenmerk auf die Dekoration, die nur schwer entflammbar sein darf.

Schwer entflammbare Tischdecke

Flugs schneidet er ein Stück von der Plastiktischdecke ab und hält es an sein Feuerzeug. Das Ergebnis entspricht nicht so ganz seinen Vorstellungen: Das Stück Plastik ist zwar nicht leicht zu entzünden, glimmt aber, was nicht sein darf: „Wenn ich die Flamme wegnehme, müsste das Feuer eigentlich sofort ausgehen“, erläutert Scherer.

Harald Grebe vom Bauamt entdeckt eine Bodenschwelle, die dann aber gleich beseitigt werden kann. Und dann ist da noch die Frage zu klären, wie viel Kilogramm die Querstreben im Zelt tragen dürfen. Nach der Prüfung steht fest, dass sie eine Last von 750 Kilogramm halten können. Da beidseitig lediglich 250 Kilogramm hängen, können die Kontrolleure ihr Okay geben. So heißt es: „Im Zelt alles im grünen Bereich“.

Und so macht sich der Tross auf ins Gewerbezelt, wo er bereits von BdS-Chef Rolf Edelmann erwartet wird. Auch hier werden Feuerlöscher unter die Lupe genommen, Stolperfallen aufgespürt und geschaut, ob Rampen für Rollstuhlfahrer vorhanden sind. Damit es für alle ein unfallfreier Mathaisemarkt wird.

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