Schriesheim

Schriesheim Mathaisemarkt-Modenschau im vollen Festzelt

Romantische Musik und bunte Kleider

Anne-Marie trägt ein schlichtes Marinekleid, und ebenso geradlinig ist ihr Auftritt: Ohne links oder rechts zu gucken, geht sie den Laufsteg entlang, die blonden Ringellöckchen wippen im Takt ihrer Schritte. Das Publikum ist begeistert, DJ Peter Henninger bittet um eine zweite Runde. Lieber nicht, sagt ihr Blick aus großen Augen, die Unterlippe zittert; doch am Ende der Defilees ist auch das jüngste Model – es ist gerade mal 18 Monate alt – noch für einen „Nachschlag“ zu haben und folgt den Älteren.

Traditionell bilden die Vorführungen des „Kinderlädchens“ den krönenden Abschluss der Mathaisemarkt-Modenschau: 25 Kinder zeigen ihre Lieblingsstücke aus Ilse Generals Geschäft, angesagt von ihrer Tochter Sabine und beklatscht vom Publikum, das von geblümten Kleidchen und Dino-Shirts ebenso begeistert ist wie von ihren Trägern. Ein Wermutstropfen ist dabei, will die Inhaberin doch aufhören und sucht einen Nachfolger. Die Kinder bringen die Zuschauer auf andere Gedanken; manche haben es eilig, von der Bühne wieder auf sicheres Terrain zu kommen, andere zeigen Showtalente wie das Mädchen, das geschmeidig Räder schlägt.

Beginn mit Panflötenklängen

Der Beginn des Nachmittags ist ungewöhnlich: Panflötenspieler Jan Klein taucht das voll besetzte Zelt mit Stücken wie „El condor pasa“ für einen Moment in meditative Stimmung, bevor Christa von Schachtmeyer im zarten Blümchenkleid auftritt. „Es ist meine 13. Modenschau“, sagt die Moderatorin, die angesichts der Unglückszahl lieber festes Schuhwerk als Sandaletten trägt. Die Show bleibt indes von Stürzen verschont, auch Model Alexandra bewegt sich sicher auf ihren bereits legendären High Heels.

Den Anfang macht „Ela‘s Modeatelier“: Jeans im Schlangenmuster zu weißen Jäckchen, geblümte Volantblusen und lachsfarbene Culottes, flächige Muster, kombiniert mit frischem Grün und dazu runde Basttaschen. In immer neuen Kombinationen schweben die Models über den Catwalk, man sieht viel Buntes, weich fallende Stoffe.

Wiedersehen mit Sandra Hölzel

Und, ja, auch Gesundheitssocken, Kittelschürze und Leggings. Sie ist zwar nicht schön, diese Kombination aus dem Hause „Lady Müllfort“, dafür wird sie aber mit großem Selbstbewusstsein präsentiert: Es ist ein Wiedersehen mit Putzfrau Friedel Feierabend (Sandra Hölzel), die immer wieder für Lacher sorgt. Etwa, als es um das Modethema Plissee geht. „Um Gottes Willen“, jammert die Reinigungskraft, „isch will die Falde doch net noch als Rock trage!“

Dann doch lieber die zauberhaften Maxikleider, die zu den Klängen von Dean Martins „Sway“ gezeigt werden, dazu „Pierre Lang“-Schmuck von Meggie Jülich und Brillen von Optik Pfister.

Während die Friseure Svenja Voll und Sharam Tadayoni alle frisch frisieren und sich die Models umziehen für die Mode von Renate Rauhs Boutique „Impuls“, gibt es wieder eine Portion Romantik – mit DSDS-Schmusesänger Fabian Maas, der sich selbst auf der Gitarre begleitet.

Nochmals wird es bunt, wechseln sich leuchtend rote, gelbe und geringelte Oberteile ab, sieht man kiwigrüne, kirschrote oder auch mal dezent graue Kleider, die in Form metallisch glitzernder Taschen aufsehenerregende Begleitung erfahren.

Glitzer macht auch die Dirndl der Weinhoheiten zum Hingucker, die die Show in Begleitung von Bürgermeister-Stellvertreterin Barbara Schenk-Zitsch abrunden. Am Ende gibt es Blumen für die Akteurinnen – und Kosmetikproben aus Schachtmeyers Geschäft für die Besucher.