Schriesheim

Schriesheim Weinwanderung des Verkehrsvereins lockt viele Besucher an / Jagd auf Stempel / Genuss und Geselligkeit an mehreren Stationen

"Sind mit der Resonanz sehr zufrieden"

Die 21. Weinwanderung war ein großer Erfolg - zum einen für die Veranstalter, den Verkehrsverein, und zum anderen für die Winzer sowie Gastronomen, die alle Hände voll zu tun hatten, um die zahlreichen hungrigen und durstigen Wanderer zu versorgen. In diesem Jahr stimmte so ziemlich alles. Nach Tagen des Regens zeigte sich gestern das Wetter von seiner freundlichen Seite und lud geradezu zum Schnüren der Wanderschuhe ein.

"Wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden", bilanzierte die Erste Vorsitzende des Verkehrsvereins, Irmgard Mohr, am frühen Nachmittag. "Wir haben bislang um die 1500 Teilnehmerkarten verteilt." Treffpunkt und Start war - wie auch in den Jahren zuvor - vor dem Rathaus. Dort gab es die begehrten Teilnehmerkarten, sowohl für Erwachsene als auch für Kinder, und Letzteren machte die Jagd nach den Stempeln besonders viel Vergnügen. Den ersten Stempel und eine erste Stärkung konnten sich die Wanderer am Stand des Madonnenbergvereins holen. Alleinunterhalter Dietmar Jöst bearbeitete die Tasten seines Keyboards, und so blieb man gern noch eine Weile sitzen. Auch in diesem Jahr bot der Verkehrsverein von 10 bis 12 geführte Wanderungen in einem halbstündigen Turnus an.

Bevor es auf den großen Aufstieg hoch zum Vohbach zum Wirtshaus Mühlenhof und dem Weingut Jäck ging, stärkten sich die Ausflügler am Stand des Weinguts Bielig. Dort wurden die Gäste von der Band "Herzbuben" mit bayerischer Oktoberfestmusik begrüßt. Und weil es so gemütlich war, blieben die ersten Wanderer gleich sitzen. Ein Gläschen Wein, das konnte man sich am frühen Vormittag schon genehmigen, aber mit dem Verspeisen einer Bratwurst ließen sich die meisten noch etwas Zeit.

Peter Grüber erklomm gleich vierspännig den zweiten Halt. Umringt von Kindern, die die Pferde kraulten, saß der Winzer gemütlich auf dem Kutschbock und trank sein "Viertele". Nein, zum Vohbach werde er nicht fahren, das könne er seinen Pferden nicht zumuten, bemerkte er. Nach dem Aufstieg zur Station drei ging es gemütlich zum Team "Doppio Gusto", das die Gäste mit Spezialitäten aus der italienischen Küche verwöhnte und dazu passend edle Weine vom Weingut Majer präsentierte.

Blick in die Rheinebene

Durch die Innenstadt führte der Weg hoch zum Wahrzeichen der Stadt - zur Strahlenburg - und weil es hier einen wunderschönen Blick in die Rheinebene gibt, waren auf der Terrasse alle Plätze restlos belegt. "Es ist meine erste Weinwanderung", gestand die Ortsvorsteherin aus Ursenbach, Rosemarie Edelmann, die sich in die Reihe der Stempelnden einreihte. Mit ihrer Sportgruppe habe sie sich am Morgen mit dem Bus von Ursenbach auf den Weg gemacht. Sie habe sich vorgenommen, die gesamte Strecke von rund acht Kilometern zu bewältigen.

War der Aufstieg von der Stadt zur Strahlenburg schon recht beschwerlich, so stand den Wanderern noch ein weiterer Anstieg bevor: Es musste die Wingerthütte vom Hotel Ludwigstal erklommen werden. Doch wer sich für den Aufstieg entschied, der bereute es zu keiner Sekunde. Hier gab es das beste Wildragout und dazu noch einen wundervollen Weitblick in die Rheinebene. Weiter talwärts wartete die Weinstube Müller mit deftiger Hausmannskost. Nach dieser Zwischenstärkung ging es zur vorletzten Station, wo das Weingut Rosenhof ausschenkte. Letzte Station war der Weingutbetrieb Wehweck, wo man bei neuem Wein die müden Beine ausstrecken konnte, bevor man sich auf den Rückweg machte. greg

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