Schriesheim

Schriesheim Adventsbasar im Gemeindehaus und vor der evangelischen Kirche in Altenbach

Socken sind der Renner

Wie die Kerzen auf dem Adventskranz, so gehört der Adventsbasar, der jedes Jahr in Altenbach vor der evangelischen Kirche und im Gemeindehaus veranstaltet wird, zum vorweihnachtlichen Bild der kleinen Odenwaldgemeinde. Die Damen vom Frauenkreis hatten für diesen einen Tag über das gesamte Jahr gebastelt, gestrickt, genäht und gehäkelt. Und was auf dem großen Verkaufstisch lag, war eine Augenweide.

Wie in den Jahren zuvor waren die selbst gestrickten warmen Socken der absolute Renner. Weiß man doch trotz der noch herbstlichen Temperaturen nicht, wie kalt der Winter wird, und da will man eben darauf gut vorbereitet sein. Aber noch ein weiterer Stand war an diesem Samstag gut umlagert: der mit den schönsten und dekorativsten Adventskränzen. Diese gingen weg wie die berühmten warmen Semmeln. Vielleicht deswegen, weil alle Tannenzweige aus dem Schriesheimer Wald kamen. Das garantierten die „Hersteller“. Gegen Mittag lagen nur noch wenige Kränze auf dem Verkaufstisch, wenn auch nicht mehr lang.

Diakon hilft mit

Um solche Prachtstücke rechtzeitig herzustellen, musste man mit dem Binden und Dekorieren früh beginnen. „Wir waren insgesamt 16 Frauen und haben an zwei Tagen gearbeitet, und unser Diakon hat auch fleißig mitgeholfen“, berichtete Jutta Hüller. In der Kirche gab es Krippen, Krippenfiguren aber auch Tierfiguren, Schalen und Schüsseln, alle aus Olivenholz, made in Palästina, die von dort lebenden Christen hergestellt wurden und mit deren Erlös das Schulgeld für die Kinder bezahlt werden kann.

Dieser Basar bot aber noch mehr. Die Bastelgruppe, bestehend aus acht Damen, die sich regelmäßig zum Austausch und Werkeln im „Mittendrin“ trifft, zeigte den Interessierten, wie man aus Papier mit einigen Handgriffen wunderschöne Exponate herstellen kann. Origami nennt sich diese Kunstfertigkeit und hat ihren Ursprung in Japan. Doch so ganz einfach, war es dann doch nicht. Das merkte man schon beim ersten Falten des Papiers. Irgendwie wollte es partout nicht in die vorgesehene Form, und schon bald hatte man die Geduld verloren.

„Das ist nicht ganz so einfach, wie es aussieht“, machte Karin Fuchs, Organisatorin und Lehrerin im Origami Mut. „Man muss da sehr sorgfältig arbeiten“, gab sie die Weisung. Dann erklärte sie, dass so ein kleiner Weihnachtsstern aus acht verschiedenen Teilen gefaltet werde. Während die Damen bei weihnachtlichen Klängen umgeben von vielen Scheren und Buntstiften eifrig Tannenbäume, Sterne, kleine Kästchen und Nikoläuse falteten, brutzelten auf dem Grill die Würstchen. Im Gemeindehaus gab es eine leckere heiße Gemüsesuppe und zum Nachtisch Kuchen. Weihnachten kann kommen.