Schriesheim

Schriesheim Boule spielen im Rahmen des Ferienprogramms

Spaßfaktor hat Priorität

Es gibt auch noch nach Jahren Ferienangebote für Kinder, die bei ihnen hoch im Kurs stehen. Auch wenn einige Organisatoren der traditionellen Ferienspiele darüber klagen, dass die Angebote von den Kindern immer weniger angenommen werden und einige Vereine sogar daran denken, diese im kommenden Jahr nicht mehr anzubieten, kann sich der Förderkreis des Partnerschaftsvereins Schriesheim-Uzès über einen Mangel an am Boulespielen interessierten Kindern nicht beklagen.

„21 Kinder haben sich angemeldet und es sind auch alle gekommen“, bescheinigte Doris Miech, die am Rande des Spielfeld das Turnier beobachtete. Da die meisten Kinder im Boulespiel keine blutigen Anfänger mehr sind, konnten sich die Organisatoren und Helfer auf eine kurze Einführung in das Spiel beschränken.

So wurde in einem Schnellkurs nochmals die Regeln des französischen Nationalsports erklärt. Die Spielregeln verstanden auch sehr schnell diejenigen, die das erste Mal die silbern glänzende Kugel in den Händen hielten Beim ersten Versuch freuten sie sich diebisch darüber, wenn sie die Kugel des Gegners wegkickten. Wie in den Jahren zuvor wurden die Kinder in Doubletten eingeteilt und jede Gruppe spielte für ein Land, das in der Fußball Weltmeisterschaft vertreten war. Bei diesem Match traten gleich zwei deutsche Mannschaften an. Deutschland eins Schriesheim erhielt den Gegner Saudi Arabien und bei diesem Gegner hatten es die Schriesheimer nicht einfach. Bald standen sie auf verlorenen Posten.

Ganz anders die „deutsche Nationalmannschaft“, die gegen die Mannschaft aus Italien spielten. In der Halbzeit stand es neun zu sechs für die deutsche Mannschaft und stellten somit die verlorene Ehre der Deutschen bei der WM wieder etwas her. Schlecht sah es aber beim Weltmeister Frankreich aus. Der musste in der Halbzeit gegen Uruguay Federn lassen.

„Wir wollen keinen Wettkampf und es geht hier auch nicht ums Gewinnen, hier steht der Spaßfaktor an oberster Stelle“, unterstrich Doris Miech. Auch wenn die Kinder sehr wohl wussten, dass es hier um Spiel und Spaß geht, so war doch bei jedem der Ehrgeiz angestachelt und man wollte dem Gegner seine Grenzen aufzeigen.

Gut gesorgt war für reichlich Getränke und für den kleinen Appetit gab es Laugenstangen. Am Ende des Turniers gab es keine Verlierer. Jedes Kind erhielt eine Urkunde und eine Medaille. greg