Schriesheim

Schriesheim Gemeinderat berät über Anlage in der Mozartstraße

Spielplatz-Umgestaltung in trockenen Tüchern

Archivartikel

Die Neugestaltung des Spielplatzes in der Mozartstraße ist mittlerweile in trockenen Tüchern – und das, obwohl die Kosten den eingeplanten Rahmen sprengen. 90 000 Euro werden die Spielgeräte verschlingen, und die Gestaltung der gesamten Fläche, die von der Firma Kadner Garten- und Landschaftsbau aus Heddesheim durchgeführt wird, beläuft sich auf exakt 144 999,54 Euro.

Als Grund für den Kostenanstieg nannte Bauamtsleiter Markus Schäfer die hohen Entsorgungskosten, sowie den Abbruch der bestehenden Beläge. In das Gesamtkonzept eingeflossen seien die Ideen und Wünsche, die in den vergangenen Monaten im Rahmen von Bürgerworkshops gesammelt, zusammengetragen und ausgearbeitet wurden, fuhr er fort und lobte die konstruktive Mitarbeit der Anwohner.

Langer Stillstand

Das erzielte Ergebnis setze sich aus einer Mischung aus Wünschen und Ideen der Anwohner, gekoppelt mit der fachkundigen Beratung durch den Spielplatzpädagogen Rolf Schwarz zusammen. GL-Fraktionssprecher Christian Wolf lobte auch seinerseits die herausragende, konstruktive Zusammenarbeit zwischen Bürgern, dem Experten und der Verwaltung.

„Das wird ein toller Spielplatz, der auch sein Geld wert sein wird“, fasste er zusammen, befürchtete aber einen Spielplatztourismus. Er kritisierte jedoch, dass zu früh die Bäume geschnitten wurden und die lange Zeit, während der das Gelände brach gelegen sei.

Frank Spingel (CDU) kritisierte ebenfalls den zu langen Stillstand. Dass die Kosten über dem Plan liegen, sei zu akzeptieren. Zustimmung und Lob gab es auch auf Seiten der Freien Wähler. Bernd Hegmann nannte die Planungen ein „hervorragendes Ergebnis“, bemängelte aber auch das voreilige Schneiden der Bäume. Er kündigte an, dass die Freien Wähler gerne eine Bank stiften wollten. Auch AfD-Stadtrat Thomas Kröber nannte die Anlage vorbildlich und erklärte, ebenfalls eine Bank stiften zu wollen.

Bürgermeister Hansjörg Höfer stand diesem Ansinnen indes ablehnend gegenüber und betonte: „Wir wollen auf dem Spielplatz keine Bänke.“ Als Grund gab er an, dass man so die Jugendlichen fernhalten wolle. SPD-Fraktionssprecher Sebastian Cuny sprach von einer vorbildlichen Anlage, bedauerte aber ebenfalls, dass eine Schließung von rund einem Jahr nicht hinnehmbar sei. „Stolze Preise“, kommentierte Wolfgang Renkenberger (FDP) zu guter Letzt die Kosten, die für die Anschaffung der Spielgeräte auf die Stadt zukommen werden. Doch auch er gab seine Zustimmung. greg