Schriesheim

Schriesheim Wechsel an der Führungsspitze der Winzer

Spieß wird Nachfolger von Ewald

Friedrich Ewald (kleines Bild), Vorstandsvorsitzender der Winzergenossenschaft (WG) und Vorstandsvorsitzender der Wein- und Betriebsgenossenschaft Schriesheim stellte sich nach 40 Jahren bei der Hauptversammlung nicht mehr zur Wiederwahl. „Ich habe mir den Entschluss reiflich überlegt, doch nach 40 Jahren Vorstandsarbeit muss auch mal Schluss sein“, begründete er bei der Jahreshauptversammlung den Mitgliedern seinen reiflich und lange überlegten Entschluss. Zum Geschäftsführer ließ sich Weiss allerdings wiederwählen.

„Ich glaube sagen zu können, dass wir richtige Beschlüsse gefasst haben und die WG auf den richtigen Weg und nach vorne gebracht haben“, blickte er zurück. Das Konzept „Qualität statt Masse“, habe sich bewährt, führte er weiter aus und er kehrte auch nicht die vielen Probleme, mit denen sich seine Kämpfer tagtäglich auseinanderzusetzen hatten, unter den Tisch. „Bei diesem Team ist mir vor der Zukunft nicht bange“. In den vergangenen Jahren habe die WG einen Mitgliederrückgang zu verschmerzen gehabt, derzeit seien es 200, doch glücklicherweise sind keine Rebflächen verloren gegangen.

„Wir haben heute deutlich größere Flächen“, betonte er. Er ging auf die in südlicher Richtung geplante Flurbereinigung ein, die bedauerlicherweise gecancelt wurde. Die Planung mehr in die Ebene zu gehen, werde in naher Zukunft das Landschaftsbild ändern, prophezeite er. Egal wohin der Wandel im Weinbau auch führen werde, eines müsse hoch gehalten werden, die hohe Qualität, forderte er.

Ehrungen vom Verband

Zu seinem Nachfolger schlug er seinen Stellvertreter Karlheinz Spieß vor, der seit 22 Jahren gemeinsam mit Ewald die Geschicke der WG leitet. Zu seinem Nachfolger wurde Hartmut Haas vorgeschlagen, der das Handwerk und das notwendige know how von seinem Vater gelernt hat – die Versammlung stimmten diesen Vorschlägen zu. Zum Aufsichtsratsvorsitzenden wurde Winfried Krämer wiedergewählt. Aus dem Aufsichtsrats scheidet nach 18 Jahren Lore Jost, die einzige weibliche Aufsichtsrätin, aus.

Extra zur Ehrung angereist war der Verbandsprüfer Carsten Coenen. An diesem Abend durfte er gleich zwei verdiente Mitarbeiter ehren: Lore Jost, die er für ihre Verdienste mit der Ehrennadel in Silber auszeichnete und Friedrich Ewald, der im Verlauf der Jahre für seine Verdienste mit allen zur Verfügung stehenden Ehrungen, Nadeln und Medaillen ausgezeichnet wurde. Er erhielt die Ehrenurkunde in Gold. Für Lore Jost einstimmig in den Aufsichtsrat gewählt wurde Anne Kippenhan, zum Stellvertreter mit einer Enthaltung Werner Morast. greg