Schriesheim

Schriesheim Sommerfest der Kurpfalz-Grundschule

Umweltschutz ist Trumpf

Archivartikel

„Was kannst du für die Umwelt tun?“ Unter diesem Leitsatz stand das Sommerfest in der Kurpfalzgrundschule, zu dem Schulleiterin Sabine Grimm Eltern wie auch Freunde der Schule begrüßte. In einem kleinen Festakt wurde die langjährige Vorsitzende des Fördervereins, Sabine Musseleck, verabschiedet und ihre Nachfolgerin Eva Gross vorgestellt.

Eigentlich ist in der Schule Müllervermeidung selbstverständlich. Doch Schüler wie Lehrer wollten dieses Thema hinaustragen in die Öffentlichkeit und hatten für ihr Sommerfest viele Aktionen vorbereitet, die die Eltern wie auch andere Besucher in Erstaunen setzten. 20 Punkte hatten sie zusammengetragen, die einen kleinen Anstoß geben sollen, wie jeder im Alltag etwas für den Umweltschutz tun kann. Sie rieten, Stoffbeutel, statt Tüten zu verwenden, Wasser in Glasflaschen zu kaufen, weniger zu fliegen und weniger Fleisch zu essen, aber auch einen Pulli anzuziehen, statt die Heizung aufzudrehen.

Musikinstrumente aus Müll

Zum Bereich „Nachhaltigkeit“ hatte sich jede Klasse ein Thema vorgenommen, das sie bei dem Sommerfest präsentierte. Die Schüler zeigten, dass man aus Müll wie Umverpackungen, Eierkartons, Joghurtbechern oder auch aus Zeitungen noch einiges machen kann, wie beispielsweise Musikinstrumente. Ob die aus Tetrapack gebastelte Gitarre auch spielen kann, das war an diesem Nachmittag nicht zu erkunden.

Die Klasse drei zeigte anhand von Plakaten, welchen Gefahren durch Plastikmüll Fische und andere Meeresbewohner ausgesetzt sind. Tabea hatte dies sehr plastisch dargestellt. „Das sind Robben, die von Plastik umgeben sind“, erläuterte sie ihr Bild. An einem weiteren Stand zeigte ein Schüler, dass es möglich ist, aus Zeitungspapier einen Becher zu falten, aus dem man auch trinken kann. Und das führte er dann auch zur Verblüffung der Besucher vor.

Die Klasse vier hatte aus Blechdosen, Bambus und Stöckchen Bienenhotels gebastelt. Und als Geschenk gab es eine „Samenbombe“, ein Kunstwerk aus Blumensamen, vermengt mit Katzenstreu und in Zeitungspapier eingewickelt. „Es wird ausgepackt und dann auf die Erde geworfen“, erklärte Michelle.

Entspannung vom Müll gab es in der Mensa der Schule. Dort hatte die Theater AG nicht nur ein Märchen vorbereitet. Die Teilnehmer schrieben unter der Leitung von Antje von der Heyde gleich ein Märchen-Potpourri. Rumpelstilzchen riss sich darin nicht in Stücke, nachdem die Königin seinen Namen nannte. Es bekam einen neuen Namen und wurde Chef in einer Mühle. Und weil jedes Fest ohne Musik nur halb so schön ist, griffen die Musiker der Band „Crack the Sky“ kräftig in die Saiten und brachten Stimmung auf den Schulhof. greg