Schriesheim

Schriesheim Reaktionen auf den Tod Peter Hartmanns

„Urgestein ist von uns gegangen“

Zum Tode Peter Hartmanns haben sich Repräsentanten Schriesheims und der Region geäußert. „Sein Wirken für unsere Stadt ist einzigartig“, erklärte Bürgermeister Hansjörg Höfer, der mit dem Verstorbenen auch verwandt ist: „Sein Vater und meine Oma waren Geschwister“.

Höfer, der mit Hartmann auch einige Jahre gemeinsam im Schriesheimer Gemeinderat saß, würdigte auch dessen Verständnis von Kommunalpolitik: „Wenn etwas im demokratischen Prozess entschieden war, dann war es für ihn erledigt. Dann akzeptierte er dies, auch wenn es nicht seine Meinung war.“

Als Beispiel nennt Höfer die Aktion „Stolpersteine“ für NS-Opfer in Schriesheim: „Er war einer der ersten, die zustimmten, dass vor seinem Haus in der Heidelberger Straße ein Stolperstein verlegt wird.“ Für Hartmann habe sich damit „ein Kreis geschlossen, er hat mit seinem Leben seinen Frieden gemacht.“

Riehl: „Hat mich immer gefördert“

Höfers Vorgänger Peter Riehl beklagt den Verlust eines Freundes, „der mich von Anbeginn an gefördert hat.“ Dies habe bereits in seinem 15. Lebensjahr im „Liederkranz“ begonnen und reiche bis zu seiner ersten Bürgermeisterwahl 1973: „Ich habe ihm sehr viel zu verdanken.“

„Der Name Peter Hartmann ist untrennbar mit dem Rhein-Neckar-Kreis verbunden“, erklären Landrat Stefan Dallinger und sein langjähriger Vorgänger Dr. Jürgen Schütz in einer gemeinsamen Stellungnahme: „Über die vielen Jahre der Verbundenheit ist eine persönliche und tiefe Freundschaft gewachsen.“

Anerkennung auch von Grünen

Zu Hartmanns Tod äußert sich auch der grüne Landtagsabgeordnete Uli Sckerl, der mit ihm 15 Jahre lang im Kreistag saß: „Politisch lagen wir gewiss oft nicht auf einer Wellenlänge, aber die menschliche Begegnung mit ihm war immer sehr angenehm.“ Sckerl zollt „hohen Respekt vor seiner großen Lebensleistung: Schade, dass wieder ein Urgestein und Charakterkopf von uns gegangen ist“, so der Grünen-Politiker.

„Der Tod von Peter Hartmann berührt mich persönlich sehr“, bekennt CDU-Bundestagsabgeordneter Karl Lamers: „Er war ein einzigartiger Mensch. Ich habe ihn bewundert für all das, was er in seinem aktiven Leben geleistet hat.“ Seine Verbundenheit mit Schriesheim habe er dadurch zum Ausdruck gebracht, dass er bis zuletzt an wichtigen Ereignissen teilgenommen habe: „Ich habe ihn vermisst, wenn er mal nicht da war. Ich bete für ihn.“ -tin