Schriesheim

Schriesheim Jahreshauptversammlung des Sozialverbandes mit Ehrungen / Kreisvorsitzender Helmut Gaa zu Gast

VdK verzeichnet 31 neue Mitglieder

Ihre Arbeit und ihr unermüdlicher Einsatz für Rentner, Menschen mit Behinderungen und für diejenigen, die für ihr verbrieftes Recht und für ein würdiges Leben im Alter kämpfen müssen, hat sich für den Schriesheimer Ortsverband VdK bezahlt gemacht und ihm einen Mitgliederzuwachs beschert. Im zurückliegenden Jahr wuchs der Schriesheimer Ortsverband VdK um 31 Neuzugänge und hat jetzt eine Mitgliederzahl von 440. Das gab bei der Mitgliederversammlung die Vorsitzende des VdK Wanda Straka den Mitgliedern bekannt.

Den Erfolg schrieb sie ihrem Leitspruch „Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt“ zu und sie versicherte, dass sich auch in Zukunft nichts daran ändern werde. Sie berichtete, dass immer mehr Hilfe suchende Menschen die in regelmäßigen Abständen angebotene Sprechstunde im Bachschlössel aufsuchen, so dass man sogar Beratungen außerhalb der Sprechzeiten angeboten habe. „Wir haben 110 Beratungen durchgeführt und pro Sprechstunde sind meistens vier bis sechs Hilfesuchende gekommen“, berichtete die Vorsitzende. Um alle kompetent zu beraten, habe die Vorstandschaft an Schulungen teilgenommen. Ferner wurden Veranstaltungen zu sozialpolitischen Themen, Rente und Rentenbesteuerung durchgeführt, die auf großes Interesse stießen.

Wer arbeitet darf sich auch erholen, und so bot der VdK Tages- und Mehrtagesfahrten an. Und Straka konnte vermelden, dass das regelmäßig angebotene Kaffeekränzel immer mehr Freunde gefunden habe.

In seiner Ansprache sprach der Kreisvorsitzender Helmut Gaa die stetig steigenden Pflegekosten bei einer Heimunterbringung an, die sich Pflegebedürftige nicht mehr leisten können und Sozialhilfe beantragen müssten. Er ging mit der Regierung scharf ins Gericht, die die im Koalitionsvertrag großspurig angekündigten Reformen nur halbherzig angegangen sind. 13 000 neue Stellen für 13 600 Einrichtungen sollten geschaffen werden, doch das reiche nie aus, konterte er. „Um eine spürbare Verbesserung zu erreichen brauchen wir 100 000 bis 150 000 zusätzliche Pflegekräfte“, unterrichtete er. Mehr als erschütternd war jedoch eine weitere Statistik, aus der hervorging, dass der Eigenanteil der Pflegebedürftigen bei 826 Euro im Monat liege, rechnet man weitere Unkosten wie Unterkunft dazu, so komme man auf einen Eigenanteil von 1900 Euro monatlich. „Der durchschnittliche Bestandsrentner erhält 1199 Euro andere Rentner kommen auf 665 Euro“. greg