Schriesheim

Schriesheim Matthias Meffert, Spitzenkandidat der Freien Wähler Schriesheim, präsentiert die Ziele seiner Fraktion für die Kommunalwahl

„Wald bewahren, E-Mobilität ausbauen“

Spitzenkandidat der Freien Wähler Schriesheim ist Matthias Meffert. Der selbstständige Schreinermeister und Gestalter ist seit zehn Jahren Stadtrat. Für den 50-Jährigen ist es jedoch die erste Gemeinderatswahl auf Platz 1 der Freie-Wähler-Liste. Im Gespräch in seinem Schreinereibetrieb im Gewerbegebiet stellt er das Wahlprogramm seiner Partei vor, das unter dem Motto „Unser Herz schlägt für Schriesheim“ steht.

Wirtschaftsförderung: Die Freien Wähler fordern ein intensives Flächenmanagement. In einem Kataster soll die Stadt Flächen erfassen, die benötigt werden, und solche, die zur Verfügung stehen. Augenmerk sollte bei Neuansiedlungen auf Unternehmen aus den Bereichen Kinderbetreuung sowie Weiter- und Erwachsenenbildung gelegt werden: „Das ist ein echter Wachstumsbereich“, ist Meffert überzeugt.

Verkehr: Die Freien Wähler erachten nach wie vor eine zweite Zufahrt zum Gewerbegebiet als notwendig. „Die jetzt bestehende Zufahrt ist ein Nadelöhr“, weiß Meffert aus eigener Anschauung. Je nach Wachstum des Gewerbegebietes dürfe man dabei auch den Bau einer Unterführung langfristig nicht völlig ausschließen.

Stadtentwicklung: Nach Ansicht der Freien Wähler ist ein Neubaugebiet notwendig, um die Sanierung des Gymnasiums zu finanzieren. Um Wohnraum zu schaffen, gebe es jedoch auch andere Möglichkeiten, so etwa eine stärkere Innenverdichtung sowie eine Abrundung in den Ortsteilen; zu diesem Zweck müssten sie jedoch besser an das Internet und an den Öffentlichen Personennahverkehr angebunden werden.

Umwelt: In der Einrichtung eines Friedwaldes und der Aufstellung von Windrädern sehen die Freien Wähler eine Schädigung des Schriesheimer Waldes, die sie daher strikt ablehnen. Stattdessen fordern sie einen Ausbau der E-Mobilität. „Wir Freien Wähler waren die ersten, die mit unserem Stadtrat Dr. Wolfgang Metzger dies in einem Antrag gefordert haben“, erinnert Meffert. Konkret wünschen sich die Freien Wähler den Bau einer weiteren E-Ladestation in Schriesheim. Ihr Standort sollte jedoch in einem intensiven Diskussionsprozess gemeinsam mit den Bürgern festgelegt werden.

Veranstaltungsstätten: Die Freien Wähler fordern den Bau einer neuen Sporthalle. „Die bestehenden sind alle komplett ausgelastet“, weiß Meffert. Da auch Gaststätten für Sitzungen und Veranstaltungen von Vereinen kaum noch zur Verfügung stehen, sollte ein Neubau so konzipiert sein, dass darin verschiedene Nutzungen durch Vereine möglich sind – „eine Mehrzweckhalle im eigentlichen Sinne des Wortes“, so Meffert. Auch ein Jugendhaus steht im Programm der Freien Wähler.

Ehrenamt: „Unser Motto in diesem Bereich lautet Transparenz statt Vehemenz“, erklärt Meffert unter Hinweis auf die Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Vereinen und der Stadtverwaltung in der jüngsten Vergangenheit. Die Einrichtung eines Vereinsbeauftragten im Rathaus lehnen die Freien Wähler jedoch ab. „Das greift zu kurz“, argumentiert Meffert: „Die Aufgabe, die Vereine zu unterstützen, ist eine Querschnittsaufgabe, die von allen Stellen der Verwaltung zu leisten ist.“

Schulsanierung: „Die Freien Wähler haben ihren Frieden mit der Schulsanierung gemacht“, versichert Meffert, der selbst anfangs als einziger in seiner Fraktion das Projekt unterstützt hatte. Es gelte das Wort des Ehrenvorsitzenden Peter Hartmann, wonach eine demokratische Entscheidung, sobald sie gefallen ist, akzeptiert werden müsse: „Daher werden wir das Projekt aktiv, aber auch kritisch begleiten und vor allem auf die Kosten achten.“