Schriesheim

Schriesheim Naturfreundehaus im Tal nach sieben Wochen Zwangspause neu eröffnet / Auszeit zu Reparaturen und Renovierungen genutzt

Wanderer finden Rast und Einkehr

Archivartikel

Nach knapp sieben Wochen Zwangspause hat das Naturfreundehaus im Schriesheimer Tal seine Türen für Gäste wieder geöffnet, allerdings unter strenger Einhaltung der verordneten Hygienemaßnahmen. „Die Gäste haben alle Verständnis für diese Maßnahmen“, bescheinigt ihnen am Ende dieses Eröffnungstages der Vorsitzende der Schriesheimer Naturfreunde, Sascha Gernold.

Die sonst vor dem Haus aufgestellten Tische und Bänke sind zwar noch unter einer Plane verstaut, die gemütliche Stube ist geschlossen. Wer sich am Ausgabefenster ein Getränk holen möchte, der muss sich an eine Einbahnregelung halten.

Spaziergänger und Wanderer nutzten dennoch diesen etwas bewölkten und trüben Sonntag, um im Naturfreundehaus auf der Mannswiese eine Pause einzulegen. Was jedoch den Naturfreunden wie auch den umweltbewussten Gästen so gar nicht gefällt, ist die Vorgabe, dass der Kaffee nur in Pappbechern und Kaltgetränke nur in Flaschen ausgegeben werden dürfen.

Trockenmauer für Reptilien

Während der Zwangspause haben die Naturfreunde keineswegs die Hände in den Schoß gelegt, sondern kräftig in die Hände gespuckt, um der Außenanlage wie auch den Räumlichkeiten einen frischen Schliff zu verpassen. Im Außenbereich vor dem Eingang fällt sogleich ein Holzhäuschen mit einer Kletterwand ins Auge. „Wir haben vor, im Außenbereich eine Trockensteinmauer für Reptilien zu errichten“, informiert der Vorsitzende.

Auch die dritte und letzte Bauphase ist fertig. Drei Jahre haben sich die Naturfreunde zum Ziel gesetzt, das komplette Haus rundzuerneuern. Begonnen wurde mit der kompletten Sanierung der Heizungs- und der Sanitäranlage. In der zweiten Phase haben sie sich den Küchen- und Tresenbereich vorgenommen. Dann wurden alle Übernachtungsräumlichkeiten neu und modern gestaltet. In der dritten und letzten Phase wurden die Handläufe an den Treppen angebracht, die Übernachtungsräume mit heimeligen Holzdecken und energiesparenden LED-Lampen ausgestattet. Auch die „Hüttenstubb“ im Erdgeschoss, ein beliebter Rückzugsort, erstrahlt in neuem Glanz. Alle Tische sind neu lackiert, neben Büchern und Familienspielen steht auch ein großer Bildschirm bereit – für gemütliche DVD-Abende. „Im gesamten Haus gibt es aber keinen Internetanschluss“, betont Gernold.

Gut und modern ausgestattet ist dagegen jetzt auch die Selbstversorger-Küche. „Das haben wir alles mit rund zehn Personen geschafft, die gut und gerne fast acht Stunden täglich gearbeitet haben“, bekennt der Vorsitzende nicht ohne Stolz und dankt den freiwilligen Helfern.

„Wenn alles planmäßig weitergeht, dann können wir den Hüttenbetrieb – wenn auch eingeschränkt – ab Juli wieder aufnehmen“, so Gernold. Den durch die Pandemie verursachten finanziellen Verlust nennt er „minimal“: „Wir haben ja auch keine Personalausgaben.“