Schriesheim

Schriesheim Ochsenkopf-Essen bei den Freien Wählern

Warmlaufen für die Kommunalwahl

Archivartikel

Gemütlich zusammensitzen, einen gut gefüllten Teller mit Ochsenfleisch, Kartoffeln und pikanter Meerrettichsoße vor sich – da kommt man zwangsläufig mit dem Nachbarn ins Gespräch. Aber das ist ja auch das Ziel der Schriesheimer Freien Wähler (FW), wenn sie zu ihrem jährlichen Ochsenkopfessen einladen.

Gesprächsstoff gab an es diesem Vormittag reichlich, eines der Themen war die Kommunalwahl im nächsten Jahr. „Wir haben nach geeigneten Kandidaten gesucht und sind fündig geworden“, griff Stadtrat Bernd Hegmann das Thema auf. 21 Kandidaten aus Schriesheim, vier aus Altenbach und zwei aus Ursenbach stehen auf der Liste.

Bei der Suche sei es besonders wichtig gewesen, eine Liste zu präsentieren, die alle Schichten und Altersstufen umfasse sowie die Frauenquote einhalte. „Diese Kriterien haben wir alle erfüllt“, konstatierte Hegmann: „Wir haben auf unserer Liste eine gute Mischung aus Erfahrenen, Jungen und Älteren.“ Die Bürger sollten vor der Kommunalwahl ausreichend Gelegenheit bekommen, die Kandidaten an einem Stand am Wochenmarkt kennenzulernen und mit ihnen zu sprechen.

Grünflächen und „wildes Parken“

Große Anliegen der Wählervereinigung seien Barrierefreiheit und Grünflächen. „Wir kämpfen gegen das wilde Parken auf den Bürgersteigen“, so Hegmann, der als ehemaliger Polizist in Schriesheim wusste, wovon er sprach.

Daher schlossen sich die Freien Wähler mit der Grünen Liste zu einer Arbeitsgruppe zusammen mit dem Ziel, dem wilden Parken vor der Sparkasse in der Talstraße den Garaus zu machen, und zwar mit Pfosten: „Drei Kurzparkplätze werden eingeräumt“. Dazu wird es am 10. November auf dem Wochenmarkt einen Infostand geben, an dem sich auch der neue Chef des Ordnungsamtes, Achim Weitz, vorstellen wird.

Aufgabe Flüchtlingsbetreuung

Eine weitere Aufgabe, die auf die Stadt Schriesheim zukomme, sei die Unterbringung von 70 bis 80 Migranten. „Das ist eine sehr große Herausforderung“, bekannte Hegmann. Die FW betonten einmal mehr ihren Widerstand gegen den Standort am Push-Gelände und an der Tennisanlage.

Als Alternative schlugen sie das Gelände am Ladenburger Fußweg vor. Außerdem sprachen sie sich gegen eine Containerlösung und für eine feste Holzbauweise aus, deren Bestandteile man nach Bedarf weiter ausbauen könne. Eine weitere Forderung: die ständige Betreuung durch einen Sozialarbeiter und einen Hausmeister.

Während sich die Gäste mit der Kommunalpolitik beschäftigten, konnten sich die Kinder in einer von Emelie Ewald eigens für sie eingerichteten und betreuten Spielecke vergnügen. greg