Schriesheim

Schriesheim Wegeputzaktion im Ortsteil Ursenbach / 16 Helfer räumen das Gelände auf und schneiden Gebüsch zurück

Weniger Müll im Gelände rund um das Dorf gefunden

Archivartikel

Zweimal im Jahr, zu Beginn des Frühlings und vor dem Beginn der kalten Jahreszeit, begeben sich die Ursenbacher Bürger in Wald und Flur, streifen mit Eimer, Harken, Besen und schweren Gerät durch die Auen, um Wegesränder von Wildwuchs zu befreien.

Auch an diesem Samstag. Dieser Einsatz war für die neu gewählte Ortsvorsteherin Inge Pfrang so etwas wie eine Premiere. War sie schon in den letzten Jahren regelmäßig unter den Helfern, so organisierte sie in diesem Jahr den Einsatz als Ortsvorsteherin. 16 Ursenbacher, darunter auch Stadträtin Gerlinde Edelmann, folgten ihren Ruf und versammelten sich am Morgen pünktlich um neun Uhr vor dem Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr.

Eingeteilt in vier Teams, machten sich die Teilnehmer und auch die Ortschaftsräte an ihre jährliche Aufgabe, Wege und Wasserablaufrinnen von Unrat zu befreien, Unkraut zu jäten und Büsche herunter zu schneiden.

Ablaufrinnen gesäubert

Nachdem die Dorfbewohner einige Jahre in Folge Pech mit dem Wetter hatten, klappte es im vergangenen Jahr, und die Aktion konnte stattfinden: Das machte sich nun bezahlt, hielt sich doch die anstehende Arbeit in Grenzen und war überschaubar, so dass die Schaffer schon zur Mittagszeit nach der Stärkung im Dorfgemeinschaftshaus Feierabend machen konnten.

Ein wichtiges Aufgabengebiet bestand darin, die Abflaufrinnen zu säubern, damit das Wasser bei starken Regen problemlos abfließen kann. „Diese sind immer mit Blättern verstopft“, wusste die Ortsvorsteherin.

Während eine Gruppe damit beschäftigt war, die Rinnen zu säubern, machte sich ein weiterer Trupp auf, Hecken zurückzuschneiden, von denen einige bereits über die Straße wucherten. So hatte sich im Verlauf des Jahres die Natur über die Wege ausgebreitet und das Durchfahren der landwirtschaftlichen Fahrzeuge erschwert.

Ein anderes Team machte sich zum Friedhof auf. Hier gab es unter anderen auch die Wege am Bachlauf zu säubern, und auch hier hatte sich die Natur ausgebreitet und musste mit der Heckenschere in ihre Grenzen verwiesen werden.

Flachmänner und ein Gummistiefel

Herumliegendes Totholz wurde gleich an Ort und Stelle im Häcksler zerkleinert und konnte wieder als Dünger ausgestreut werden. Erfreulicherweise wurde in diesem Jahr weniger Müll gefunden, was die Helfer freute.

„Unser Team fand einige Flachmänner und einen einzigen Gummistiefel“, berichtete Gerlinde Edelmann. Gegen Mittag waren alle Arbeiten erledigt, und bei einem Imbiss im Dorfgemeinschaftshaus klang der Einsatz aus.