Schriesheim

Schriesheim Freie Wähler stellen örtliche Bewerber Sascha Rudolph und Caterina Papandrea vor

Zwei Kandidaten in Ursenbach

Den Freien Wählern Schriesheims liegen die Ortsteile am Herzen, nicht zuletzt der kleinste von ihnen: Ursenbach. Dies jedenfalls war die Begründung dafür, warum die Kandidaten der Wählervereinigung für die Kommunalwahl an jenem Abend in Ursenbach am Buswendeplatz einen Stand aufschlugen, um mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen.

Zwei Namen stehen für Ursenbach: der 32-jährige Schreiner und Feuerwehrmann Sascha Rudolph (wegen eines Einsatzes an jenem Abend verhindert) und die 39-jährige Lehrerin Caterina Papandrea. Bereits ihr Vater Leonardo wirkte über Jahre für ein vor allem familienfreundliches Ursenbach, und seine Tochter will nun daran anknüpfen.

Von der Natur begeistert

In Heidelberg geboren, zog sie als 14-Jährige mit ihren Eltern nach Ursenbach. „Damals fand ich das alles andere als cool“, erinnert sie sich: „Um ehrlich zu sein: Es war ein Alptraum.“ Doch es dauerte nicht allzu lange, bis sie begann, die Natur um sie herum schätzen zu lernen. „Als Kind konnte man durch die Felder und Landschaft toben“. Heute ist sie Lehrerin an der Strahlenberger Grundschule und weiß, welche Probleme die Ursenbacher Kinder haben, wenn sie per Bus nach Altenbach oder in die Kernstadt fahren.

So kritisiert sie zum einen die schlechte Beleuchtung an der Bushaltestelle: „Im Winter ist das besonders schlimm, doch das scheint niemanden zu interessieren“ klagt sie – und darüber hinaus auch über einige Busfahrer, die sich oft weigern, die Kinder bis nach Ursenbach zu fahren. „Da werden sie an der Ursenbacher Höhe einfach aus dem Bus geworfen und das geht doch gar nicht“.

Außerdem will sie sich für schnelles Internet stark machen: „Denn damit kann der Ort für Familien noch attraktiver sein.“ Positiv steht sie den Ortssanierungsmaßnahmen gegenüber. Allerdings kann sie nicht nachvollziehen, warum das Gebiet um Estenklingen ausgeschlossen ist.

Ferner fordert sie – und damit steht sie nicht alleine, – eine verstärkte Geschwindigkeitskontrolle der Ortsstraße: „Da wird oft durchgerast und auf spielende Kinder keine Rücksicht genommen“. Es sei ein Wunder, dass es bislang noch keinen Unfall gegeben habe. Außerdem will sie sich für mehr Angebote für Kinder und Jugendliche starkmachen. „Da gibt es im Ort fast nichts“ – sagt es und deutet dabei auf den kleinen Spielplatz am Dorfgemeinschaftshaus mit den wenigen Spielgeräten.

Der Ursenbacher Hans-Peter Pfrang nutzt die Gelegenheit, um mehr zum Thema energetische Ortssanierung zu erfahren. „Gilt dies auch bei Eigenbedarf oder nur bei Vermietung?“, lautet seine Frage, die vom Stadtrat Bernd Hegmann zu seiner Zufriedenheit beantwortet werden kann. Auch er wünscht sich übrigens ein schnelleres Internet, betonte er. Und, „dass die Raserei in der Ortsstraße ein Ende hat.“

Nur einmal ist Rasen erwünscht – am 25. Mai, beim Event „Ursenbach bebt“. Einen Tag vor der Wahl wollen die Freien Wähler dann noch einmal hier einen Stand aufschlagen – mit leckerer Pizza und kleinen Snacks.