Seckenheim

Seckenheim Römerbrunnenfest des Siedlervereins

13 doch eine Glückszahl

Das Römerbrunnenfest hat in seiner dreizehnten Wiederauflage erneut eine schöne Resonanz gefunden. Wenn der Siedlerverein ein solches Fest feiert, dann stellen Besucher immer mal wieder die Frage nach dem Namen des Festes.

Beim Bau der Siedlung und der Autobahn 1934 kamen Bandgräber zum Vorschein, 5000 Jahre alt, sowie etliche Gruppenhäuser. Hier stand ein Dorf der Neckarsueben. Weitere, spätere Funde wanderten ins Mannheimer Reißmuseum. Nach den Sueben, die wohl erste Siedler waren, bekam der Seckenheimer Ortsteil seinen Namen. „Damit hast du aber noch nichts zum Römerbrunnen gesagt“, wurde dem ortskundigen Gast vorgehalten, doch der wusste mehr. „Es gab auch römische Funde aus dem zweiten Jahrhundert und römische Brunnen wurden entdeckt. Einer davon wurde hochgemauert und ist an der gleichnamigen Straße mitten in Suebenheim zu sehen“. Etliche Jahre wurde hier bis in die frühen 1980er Jahre ein „Römerbrunnenfest“ gefeiert.

Brunnen kurzerhand gemauert

Zum Jahresbeginn 2007 forderte die damals in der Siedlung wohnhafte Fasnachtsprinzessin „Isabelle I. von Tanz und Gesang“, das Fest solle neu belebt werden. Im Siedlervorstand entschied man sich für ein Sommerfest. Doch wegen der mitten in Suebenheim nicht gegebenen Infrastruktur wurde die Feier ans Siedlerheim an die Schwabenstraße verlegt. Dort aber gab es keinen Römerbrunnen. Kurzerhand mauerten die Männer um Hermann Krauß hier mit Manfred Schnors Hilfe einen Nachbau aus Buntsandsteinen. Seitdem wird am und im Siedlerheim alljährlich am zweiten Augustwochenende das beliebte Traditionsfest gefeiert.

Daher waren auch schon zur Kaffeezeit am ersten Tag viele Plätze in den Zelten besetzt. Kein Wunder, denn die Siedlerfrauen spendeten 50 Kuchen und Torten. „Wir bieten Musik und eine Bar für Erwachsene, Speisen sowie Getränke für die ganze Familie und eine Kinderspiel- und Bastelecke, die seit Jahren Brygid Kappes betreut“, freut sich Hermann Krauß. Während am späten Nachmittag die Familien heraus an die Schwabenstraße kamen, füllten abends junge und junggebliebene Römerbrunnenfestfreunde die Biertischgarnituren unter den weißen Zeltplanen. „Wir hatten bestes Wetter, unseren Gästen hat es Spaß gemacht und sie blieben lange“, freute sich Krauß. Einen Beitrag zur guten Laune leistete als niveauvoller Alleinunterhalter auch der singende Gitarrist Stephan „Stips“ Kraus-Vierling.

Spät kamen die Schaffer nach Hause und hatten keine Zeit sich auszuschlafen, denn alles musste zum ökumenischen Gottesdienst hergerichtet werden, der ebenfalls zur Tradition des Festes gehört. Unterhaltsam und doch bedenkenswert befassten sich Pfarrer Helmut Krüger und Diakon Wilhelm Merkel mit dem „Tatort Paradies“, unterstützt von Kantor Wolfgang Schaller. Den erhielt auch der Seckenheimer Musikanten-Stammtisch, angeführt von Roland Gräf, der zum Mittagessen überleitete, ehe das Fest am Nachmittag ausklang. hat

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