Seckenheim

Seckenheim Diakon Winfried Trinkaus feiert an diesem Samstag seinen 70. Geburtstag

Alten und Kranken gilt seine Fürsorge

Er tauft Kinder, traut Eheleute, besucht alte und kranke Menschen und begleitet Trauernde am Grab. Diakon Winfried Trinkaus tut dies seit Ende 2005. Da wurde er nämlich in Freiburg nach sieben Jahren berufsbegleitender Ausbildung zum ständigen Diakon geweiht. An diesem Samstag wird er 70 Jahre alt.

Der Geistliche, am 7. September 1949 in Mannheim geboren als drittes von sieben Kindern der Eheleute Maria und Fritz Trinkaus und in Seckenheim aufgewachsen, erlernte zunächst den Beruf des Technischen Zeichners, bildete sich zum Maschinenbautechniker fort und arbeitete ab 1975 bei BBC in Müllheim.

1986 kehrte er nach Seckenheim zurück, um sich hauptamtlich in der Pfarrgemeinde St. Aegidius als Mesner und Hausmeister des Pfarrzentrums St. Clara bis zur Pensionierung zu engagieren. Daneben begann er die Ausbildung zum „ständigen Diakon“ – das Amt wurde im II. Vatikanischen Konzil 1964 wieder eingeführt – , um sich nach seiner Weihe primär in der Alten- und Krankenpastoral einzubringen. Daher ist er auch häufig im hiesigen Senioren-Pflegezentrum anzutreffen.

Das kirchliche Umfeld war ihm keineswegs fremd, engagierte er sich doch wie seine Geschwister in der katholischen Jugend, war Ministrant, sang als Tenor im Kirchenchor und im Seckenheimer Singkreis und galt schon früh als Befürworter der Ökumene. Später arbeitete er im Vorstand des Mesnerverbandes der Erzdiözese Freiburg, wofür er bei seinem Ausscheiden mit der Münstermedaille der Erzdiözese ausgezeichnet wurde. „Winfried Trinkaus versteht sich als dienender Diakon, will bei und mitten unter den Menschen sein, das hat ihn zu einem vielgeschätzten Seelsorger gemacht, dem es zu danken gilt“, konstatierte Pfarrer Markus Miles. Im Pfarrblatt heißt es nun, dass man sich freue, dass Trinkaus über seinen Geburtstag hinaus als Diakon in der Seelsorge-Einheit tätig sei.

Doch in Seckenheim ist er nicht nur als Geistlicher bekannt. Der langjährige Torhüter der Sportfreude Hügelheim ist an lokaler Geschichte interessiert, wirkte beim Revolutionstheater mit, hält Vorträge beim Alten- oder Bildungswerk. Ehrenamtlich ist er neben Dekan Karl Jung und Caritas-Chefin Regina Hertlein im Vorstand der Franz-Völker-Stiftung und Organisator des alljährlichen Benefiz-Abends.

Seinen Geburtstag verbringt er mit Ehefrau Ursula, den beiden großen Familien und Freunden. Und wo? Natürlich in Seckenheim. sane

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