Seckenheim

Seckenheim Im Palü-Keller wieder ein Stelldichein von Musikern und Gästen

Auch bei der 60. Jam-Session ist gute Laune angesagt

Archivartikel

Bei der 60. Jam-Session wurde noch einmal für das Projekt KiTZ „Rose der Hoffnung“ des regionalen Kindertumorzentrums geworben und gesammelt. Auch für diese JamSession hatten sich interessante Musikerinnen und Musiker angekündigt, so dass es ein unterhaltsamer Abend wurde, den auch die Organisatoren Andreas Hänssler und Jörg Knobloch genossen.

Schon der Auftakt mit den „Parents of Pop“ machte Spaß. Hans Frauenschuh (Gitarre & Gesang) und Michaela Laechele (Schlagzeug) unternahmen eine spannende „Best of Pop-Reise“ mit ausgewählten Songs der letzten Jahrzehnte. Sie präsentierten mit geringem technischem Aufwand, jedoch mit großer Spielfreude, ein spannendes Programm ihrer Lieblingssongs aus der Beat- und Rockgeschichte. Obwohl nur zwei Musiker überraschten sie mit verschiedenen Klangfarben, und zum Abschluss stand sogar Nazareth mit „Love Hurts“ auf der Bühne im Palü-Keller. Die Gäste im sehr gut gefüllten Gewölbe waren begeistert.

Die zweite Gruppe des Abends hatte sich mit Holzblasinstrumenten angesagt. „Fetzisch Finger“, das Saxophonquartett aus Walldorf sowie Sinsheim, überzeugte vom ersten Ton an. Doch warum gilt ein Saxofon eigentlich als Holzblasinstrument, obwohl es aus Blech ist? Es geht hierbei nicht darum, woraus der größte Teil des Instruments besteht, sondern darum, wie der Ton zustande kommt. Und den erzeugt beim Saxofon das Mundstück durch ein Holzblättchen aus Schilfrohr, dessen Schwingungen den „Blech-Resonanzkörper“ nutzt und diesen unvergleichlich ächzenden Sound zu produzieren vermag.

Dass ein solches Instrument gleich vierfach auf der Bühne erscheint, ist eher selten. Und wer nun einen langweiligen Gleichklang befürchtete, der irrte sich erheblich. Die Saxophonistinnen Tina Grimm (Alt), Yvonne Muth (Alt), Brigitte Burbach (Tenor) und Bariton-Saxophonist Norbert Hirt überzeugten mit ihren „Fetzische Finger“, spielten mehrstimmig, boten Kontraste von Laut und Leise, überraschten mit verschiedenen Klangfarben – das Publikum war aus dem Häuschen.

Beginn zwischen den Tischen

Sozusagen als Zeichen, dass man aus der Mitte des musikbegeisterten Publikums kommt, begann das Quartett zwischen den Tischen des Palü-Kellers mit dem Klassiker „Hit the road Jack“ von Ray Charles, ehe man zur Bühne kam. Hier folgte Joe Dassins Ohrwurm „Champs Elysées“, der mit viel Beifall bedacht wurde. Heiter gestimmt nahmen die Gäste Henry Mancinis Thema aus Pink Panther auf. Es wurde ein toller Abend mit weiteren Musikern auf der Bühne im Palü-Keller. Moderator Hänssler erinnerte daran, dass bei diesen Jam-Sessions sich auch schon einige Musiker gefunden haben. Eine Gruppe, nämlich „Knock on wood“, wurde von Bandleader Michael Senn kurz vorgestellt, denn er durfte für den Auftritt am Donnerstag, 26. Juli. um 20 Uhr werben, wo die Holzklopfer beste „acoustic cover songs“ aus vier Jahrzehnten Popmusik interpretieren.

Eintrittskarten wird es über die Palü-Homepage geben, kündigte Hänssler ebenso an, wie die Tatsache, dass sich mit der 60. Jam-Session die kreative Musikszene im Palü-Keller noch lange nicht erledigt hat. Die bei Hobby- wie Profimusikern hoch im Kurs stehende Jam-Session sorgt nicht nur für Spaß und gute Unterhaltung, sie hat mittlerweile auch eine hervorragende musikalische Qualität, mitzuerleben wieder am Freitag, 14. September, um 20 Uhr.