Seckenheim

Die Stadt ist am Zug

Mit der Initiative der TSG Seckenheim für ein Sportgelände auf den ehemaligen Stem-Barracks liegt ein neuer Vorschlag auf dem Tisch. Ob er realistisch ist, das muss sich zwar erst zeigen. Aber zumindest hat er das Zeug, in die seit Monaten festgefahrene Diskussion wieder ein wenig Schwung zu bringen. Nötig wär‘s.

Denn die Situation der Sportvereine in diesem Vorort ist wirklich nicht gut. Der SV verfügt über Anlagen, die dringend sanierungsbedürftig sind, die größere TSG über angemietete Räumlichkeiten, die sich auf 19 Standorte im gesamten Mannheimer Süden verteilen. Mittlerweile ist ein Stadium erreicht, bei dem die sportliche Betätigung nicht mehr nur wenig komfortabel ist, sondern auch richtig gehemmt wird.

Dabei sind die Voraussetzungen für eine Lösung dieser Problematik in Seckenheim gut. Die Kooperationskultur zwischen den Sportvereinen ist entwickelter als in anderen Vororten; einer der Akteure, die TSG, ist ja erst vor wenigen Jahren sogar aus einer Fusion hervorgegangen. Ihre Gespräche mit dem SV sind denn auch weit gediehen – natürlich nicht Richtung Fusion, aber doch bis zur Bereitschaft, eigene Angebote aufzugeben zu Gunsten des anderen, der dabei erfolgreicher ist. Es hakt an der Geländefrage.

Gute Argumente

Hier setzt jetzt die Initiative der TSG ein. Denn in der Tat scheint ein Wohngebiet auf dem Stem-Gelände eher schwierig zu sein – auf Grund der Lärmbelastung durch die Autobahn und die problematische Verkehrsanbindung.

Allerdings bleibt der Einwand, dass der Bund dieses wertvolle Gelände wohl kaum unter jenem Preis abgeben wird, der als Baugrund erzielt werden kann. Doch auch dafür hat Hänssler eine gute Lösung: Vermarktung der Otto-Bauder-Anlage, deren Erlös dafür verwendet werden könnte.

Zumindest sollte dies geprüft werden – und zwar bald, bevor für die Nutzung der Stem-Barracks definitive Entscheidungen getroffen werden. Die Ehrenamtlichen haben ihre Ideen und Konzepte auf den Tisch gelegt. Nun ist es an der Stadt, mit ihrem Sachverstand darauf zu reagieren.