Seckenheim

Seckenheim Maria Abrudan spielt auf Seifert-Instrument der St. Aegidiuskirche

Die Vielfalt der Orgel aufgezeigt

Archivartikel

Mit der Organistin Maria Abrudan spielte eine Orgellehrerin auf dem noch jungen Seifert-Instrument der St. Aegidiuskirche. Vom stellvertretenden Dekan und Leiter der Seelsorgeeinheit St. Martin Mannheim, Pfarrer Markus Miles, begrüßte, erwarteten die Besucher in der Seckenheimer Pfarrkirche zunächst „Passagagli“, ein Werk von Bernardo Storace (1637-1707). Die Organistin kam mit der etwas schmäleren Tastatur des barocken Instruments gut zurecht, gewiss auch ihrer breiten Ausbildung geschuldet.

Sie begann zunächst das Musiklyceum „Sigismund Toduta“ in Cluj-Napoca (Klausenburg/Rumänien) und beendete es dort auch mit dem Abschluss in der Fachrichtung Klavier. Gleichzeitig dazu besuchte sie zwei Fakultäten an der „Gheorghe Dima” Musikakademie.

Konzerte organisiert

Im Jahre 2002 folgte der Masterstudiengang in Deutschland, anschließend Fortbildungen im Orgelsolospiel an der Musikhochschule in Klasse von Herrn Prof. h.c. Christoph Bossert in Trossingen und im Jahre 2004 die Promotion mit der Thesis „Ars Organi des XVI-XVIII Jh“. Seit 1995 unterrichtet Maria Abrudan selbst Orgel, Cembalo und Generalbassspiel an der „Gheorghe Dima“ Musikakademie in Cluj–Napoca. Außerdem organisiert sie Konzerte, um der barocken Musik in Rumänien mehr Geltung zu verschaffen.

Nach Storace stand Johann Sebastian Bach (1685-1750) mit Präludium und Fuge in G-Dur (BWV 541) auf dem Programm. Ebenso ergreifend dann die Parthia I in G-Dur von Augustinus Büx (1701-1751). Die Organistin lehrte auch für zwei Jahre an der Musikhochschule in Trossingen und nahm zwischen 2005 und 2009 für Rumänien am EU-Projekt „OrganExpert“, einem von der MHS Trossingen gegründeten Masterstudiengang teil. Mit der Sonate in D-Dur Nr. 5 Op. 65 von Felix Mendelssohn-Bartholdy setzte sie das Konzert fort, ließ dann das selten gehörte Werk „Gnossienne Nr. 3“ von Erik Satie (1866-1925) folgen und schloss das eindrucksvolle Konzert mit Max Regers (1873-1916) „Passagaglia in d-moll“, das die Vielfalt der Seifert-Orgel zeigte. hat