Seckenheim

Seckenheim Start in die närrische Zeit

Die Zabbe zeigen Flagge

Den ersten Tag im neuen Jahr im Bett zu verbringen, ist keine Option für die „Zabbe“. Seit Jahren starten Seckenheims Karnevalisten im Sängerbund 1865 am Neujahrstag in die närrische Zeit – diesmal noch über 60 Tage lang. Am Nachmittag versammelten sich vor der Residenz der Prinzessinnenmutter in der Ewwagass (Kloppenheimer Straße) nicht nur Karnevalisten, sondern „auch ganz normale Menschen“, wie ein Gast bemerkte. Die Kappenträger waren dennoch in der Überzahl.

Die Zabbe-Narren um Präsident Andreas Eder wollten mit der weißroten Fahne samt Zabbe-Wappen in der Nachbarschaft zum Heimatmuseum Besitz nehmen von der Lokalität und dies mit einen glühweinheißen Umtrunk und ebenso heißen Würstchen besiegeln. Auf Partyzelte konnte man trotz Nieselregens verzichten. „Die hier verbreitete Einfahrt ist von Nutzen“, wie Ehrenpräsident Heinrich Kraus feststellte. Zabbe-Regentin Sandra hielt in vollem Ornat auch an der Hofeinfahrt Hof. Eder begrüßt die Gäste und dankte der Familie von Regentin Sandra.

Weißrotes Tuch

„Hängt nun endlich das weißrote Tuch auf“, so seine Forderung. Elferrat und Ex-Prinz Dominik ergriffen pflichtergriffen nicht nur die Initiative, sondern auch die Fahne und machten sich auf den Weg ins Obergemach des Prinzessinnen-Domizils. In die gusseiserne Flaggenhalterhülse führte Dominik den Fahnenmast samt umwickeltem Zabbe-Hoheitszeichen ein. Dann folgte die fachlich versierte Aufforderung: „Uffrollä“, obwohl natürlich abrollen gemeint ist. Unter dem Beifall der Kappenträger wickelte er das Tuch ab. Die Zabbe haben nun für alle sichtbar in der Ewwagass und in Seckenheim das Zepter übernommen.

Stolz präsentierten sich Narren und Prinzessin dann den Untertanen und Hoflichtbildnern. Und sie ließen zusammen mit den Gästen auf das neue Jahr und die lange Kampagne nun erst einmal ein „Achtung der Bus kommt“ und dann endlich ein dreifaches „Zabbe-Ahoi“ erklingen. hat