Seckenheim

Seckenheim/Friedrichsfeld Beste Fasnacht der Singgemeinschaft

Ein dreifach „Frohbund Sängersinn“

Archivartikel

Reginald DJ Blümmel, Jürgen Wohlfart, Jürgen Schnabel, Jürgen Zink und Clemens Schlenkrich, in der Region als „Zabbe-Combo“ weltberühmt, wurden ob ihrer Leistung bei der großen Sitzung der fünf Fasnachtsgruppen mehrfach gelobt. Überhaupt erklang auch immer wieder das „InZabSchlabbKuKä“, obwohl sich nur die Singgemeinschaft der Männerchöre von Frohsinn Friedrichsfeld und Sängerbund Seckenheim mit den „Schlabbdewel“ (Schlabb) und den „Zabbe“ (Zab) im vollbesetzten Siedlerheim befanden.

Nachdem der Vorsitzende des Frohsinn, Gerhard Krieger, auch für Sängerbund-Chefin Daniela Petzinger die Gäste, darunter mit Andreas Eder und Elmar Petzinger sowie Sandra und Denise höchste amtierende Fasnachtspersönlichkeiten, begrüßt hatte, übernahm Zabbe-Ehrenpräsident Jürgen Zink.

Brand mit Löschpapier bekämpft

Der souveräne Moderator schickt zunächst die neunjährige Laura Gärtner als brillantes Tanzmariechen auf die Bühne und dankt Siedlerchef Hermann Krauß für die Saalüberlassung. Schon früh dann als Höhepunkt des Abends, Maria Eck. Sie weiß viel über Computer sowie Internet und bringt Online-Wörter gekonnt im Seggema-Wortschatz unter, da kann sich jeder „einlocken“ vor Lachen. Was hier geboten wird, ist echte, fröhliche, unverstellte und daher lobenswerte Fasnacht und hat mehr als drei „Frohbund – Sängersinn“ verdient.

Dann kommt der „Hersche Werner“. Der Sänger im 1. Tenor steht als Feuerwehrmann am Brandort, noch bevor es brennt und ist vom Hydrantensucher über die Position des Schlauchabrollers nun zum Sprungtuchhalter aufgestiegen. Kritik gibt’s, weil er im Übereifer zur Brandbekämpfung Löschpapier benutzt. Einen Orden, den Zab-Ehrenpräsident Rolf Kohl in Erinnerung der letzten Sängerreise fertigte, bekommt er trotzdem, wie auch Daniela Petzinger. Sie nutzt die prächtige Stimmung und berichtet augenzwinkernd von ihrer Multifunktion als Mutter, Haus- und Ehefrau sowie Sängerbund-Vorsitzende. Da kommen die Männer nicht gut weg, was Bassist Gert Schmitt zurechtrückt. So fordert er als Männerrechtler nachdrücklich mehr Taschengeld. Doch Zabbe-Ehrensenatorin Sabine Schneider kontert sofort und stellt die Frage, warum Männer nicht zugleich schön und intelligent sein können? „Weil sie dann Frauen wären!“ erklärte sie und legt noch so manchen Kalauer nach.

So ein fast kabarettistischer Vortrag geht nur im kleinen Rahmen, müssen doch die Gäste aufpassen, um die meist hintergründige Bedeutung der Pointe nicht zu verpassen. „Heißen Teigwaren so, weil sie mal Teig waren?“ oder schließlich „Was ruft ein Zabbe, wenn er trockenes Gras sieht? – Ah – Heu!“ Probleme zwischen Mann und Frau kennt Dieter „Nudel“ Baier nicht.

Die Eheleute sind sogar in der Getränkeauswahl vereint, sie trinkt von der Ziege die Milch, er vom Bock das Bier. Der Schlabb-Ehrenpräsident führt die prächtige Stimmung zum singenden Höhepunkt mit der Zabbe-Combo. Jedem im Saal ist klar, wer da zu Gast ist, denn aus vielen Kehlen wird nicht nur das „InZabSchlabbKuKä“-Lied gesungen, auch der Kurpfälzer Narrenmarsch und weitere Klassiker aus der Feder von Clemens Schlenkrich und Jürgen Zink erklingen und alle singen mit. t ha