Seckenheim

Seckenheim Großartige Stimmung und gute Resonanz beim Dämmermarathon / Fans am Straßenrand feuern Athleten an

Ein Erlebnis für Sportler und Anwohner

Beim Dämmermarathon spielt Seckenheim seit Jahren unermüdlich eine großartige Rolle. Anwohner und Gäste, Vereine und Gruppen feuern die Läufer vorbildlich an, wie das auf der weiten Strecke nur noch an Start und Ziel zu erleben ist, berichten viele Marathonsportler.

Von der Innenstadt kamen die rund zehntausend Athleten über die Seckenheimer Landstraße, liefen entlang der Randstraße über Feldwege, am Mannheimer Jubiläumsgrenzstein von 1907 vorbei in Richtung Friedhof. Nach einer Spitzkehre ging es über Meersburger, Offenburger und Zähringer Straße zum Kapellenplatz im Schatten des Wasserturms zu SV-Sprecher Gerhard Elißer. Schon bis dahin wurden die Läufer immer wieder und dann die ganze Badener Straße entlang bis zum Schifferkinderheim hinunter laut aufgemuntert und beklatscht.

Mehr als zwei Stunden reihte sich Dauerläufer an „Rad-Läufer“, dazwischen trainierte Freizeitläufer, manche auch in Dirndl, Lederhose, Schottenrock oder schickem Anzug mit Krawatte und ganz am Schluss die Einzelkämpfer.

Alle wurden angefeuert, an manchen Stellen mit Getränken versorgt, an anderen Stellen wurde sogar Sprühnebel aus dem Gartenschlauch zur Erfrischung angeboten. Bis nach 21 Uhr erbebten in Seckenheims Marathon-Straßen La Ola-Wellen, viel rhythmischer Beifall sowie Bravo-, Hopp-Hopp-Rufe oder „Auf geht‘s“, samt Pauken und Trompeten und diverse Klapper-Instrumente. Am Badener Platz kommentierte Robert Stahl, hier ging es links zur A 6-Brücke, doch damit war das Thema für den Stadtteil keineswegs abgehakt.

Seckenheim beteiligte sich nämlich gleich dreifach an dieser Veranstaltung. Einerseits stellten die Anwohner schon im Laufe des späten Nachmittags Stühle und Tische, Bänke und Sonnenschirme vor das jeweilige Anwesen. Vielerorts trafen sich Familien, Gäste oder verabredeten sich Gruppen. So auch beim SV 98/07, wo vor dem Haus Badener Straße 120 Kaffee und Kuchen, Bratwurst und verschiedene Getränke angeboten wurden. Alle genossen den Samstagskaffee diesmal auf dem Trottoir (seggemarisch: Trottwar). Später kam der Grill ins Spiel, es wurde draußen gegessen, um dann die Läufer lautstark begrüßen und unterstützen zu können.

Das Schifferkinderheim öffnete das Spielgelände für junge Besucher und die Turn- und Sportgemeinschaft (TSG) bot mit ihrer HSG-Handballabteilung auf dem Badener Platz einen „Action Point“, wo schon nachmittags Speisen, Musik und ein Rahmenprogramm mit Handball- und Fußballparcours sowie Seilspringen angeboten wurde.

Andererseits war die TSG-Turnabteilung mit 25 Helfern bei Wechsel- und Verpflegungsstation samt TSG-Vorstandsmitglied Regina Kasper engagiert. Eine weitere Wechselzone betreuten die TSG-Handballer mit 15 Mann. Doch nicht nur die TSG übernahm Marathon-Aufgaben, auch Seckenheims Rotes Kreuz und die Freiwillige Feuerwehr hielten sich für alle Fälle bereit. Außerdem beteiligten sich etliche Stadtteil-Bewohner, darunter die gut 20-köpfige Laufgruppe des SV 98/07, am Lauf selbst. Seckenheim präsentierte sich einmal mehr erstklassig. Von manch einem Straßenbelag, für den die Stadt zuständig ist, kann man dies leider nicht behaupten.

Info: Mehr Fotos unter morgenweb.de/seckenheim

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