Seckenheim

Seckenheim Diskussion um Stem führt zur Frage: Gibt es für die TSG Alternativen?

Holger Schmid: „Riedweg unrealistisch“

Archivartikel

Am Ende verhallt der Appell von Klaus-Jürgen Ammer ungehört: „Bitte führen Sie heute Abend keine Grundsatzdiskussion über mögliche Standorte von Sportstätten in Seckenheim“, bittet der Konversionsbeauftragte der Stadt Mannheim.

Doch je weiter der Abend voranschreitet, desto mehr rutscht die Versammlung in diese Thematik. Und der Weg dahin ist ein kurzer, nämlich über die Frage: Welche Alternativen zu Stem hat der Sport?

Keine, meint Holger Schmid: „98 Prozent von uns wünschen uns sicher, dass der Sportpark an den Riedweg kommt“, sagt der Stadtrat der Mannheimer Liste: „Aber das ist leider unrealistisch.“ Die Nutzung des Riedweges bedinge einen lange Prozedur mit der Regionalplanung: „Das ist eine Dekadengeschichte.“

Dem widerspricht Marianne Seitz: „Ein offizieller Antrag der Stadt Mannheim beim Nachbarschaftsverband wurde überhaupt noch nicht gestellt“, berichtet die CDU-Stadträtin und kündigt an, diesen nun selbst einzureichen. „Das hat keine Chance“, entgegnet Ammer.

Gegen eine Nutzung des Riedweges sprechen sich die Grünen aus. „Wir waren schon gegen die Ansiedlung der Schützen dort“, erinnert deren Stadträtin Gabriele Baier.

Eigens wegen des Themas gekommen ist Heinz Janalik, langjähriger Präsident und heute Ehrenpräsident des Badischen Sportbundes. Er appelliert eindringlich an die Seckenheimer, notwendige Sportstätten zu schaffen: „Das Thema Breitensport wird in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen.“ Aber auch die Vereine müssten sich bewegen: „Es ist nicht normal, dass in unmittelbarer Nachbarschaft drei Vereine die gleichen Angebote machen.“

Am 11. April berät der Sportausschuss des Gemeinderates über eine mögliche sportliche Nutzung auf dem Stem-Gelände. -tin