Seckenheim

Seckenheim Viertklässler übergeben 1620 Euro an Sterntaler

Kinder helfen Kindern

Bereits im vergangenen Jahr spendeten die vierten Klassen der Seckenheim-Grundschule den Erlös aus dem traditionellen Waffelverkauf am Nikolaustag ans Kinderhospiz Sterntaler. Ihre Nachfolger taten es ihnen nun gleich, und übergaben 1620 Euro an die Einrichtung in Dudenhofen. Beate Däuwel bedankte sich im Namen der Sterntaler persönlich sowohl bei den Viertklässlern der Stamm- als auch in der Südschule.

An beiden Standorten fand nicht nur eine symbolische Spendenübergabe statt, sondern Däuwel nahm sich viel Zeit, um den Schülern das Kinderhospiz und dessen Arbeit näherzubringen. „Wir sind ein Ort des Lebens“, betonte sie. Es gehe nicht ausschließlich um die Begleitung eines schwerstkranken Kindes in seinen letzten Stunden, sondern um viele Jahre der Familienbegleitung, die mit der Diagnosestellung beginne und sich über Wochen, Monate und auch Jahre fortsetze.

Ein Miteinander, in das die ganze Familie, insbesondere die Geschwisterkinder, mit einbezogen würden. Schattenkinder, wie sie häufig genannt würden, „weil sie oft zurückstecken müssen und mit ihren Sorgen und Problemen sowie ihrer Angst um den Bruder oder die Schwesterhäufig alleine sind“, berichtete Däuwel von ihren Erfahrungen. Ihnen würden daher regelmäßig Freizeitaktivitäten ebenso angeboten wie psychologische und pädagogische Unterstützung. „Und auch die Eltern brauchen Erholung, müssen Kraft tanken und nachts einmal durchschlafen können“, erklärte Däuwel und zeigte den Viertklässlern dazu einige Filmbeispiele, in denen betroffene Familien zu Wort kamen, die sich diese Auszeit in den Räumen der schön ausgebauten ehemaligen Mühle regelmäßig nehmen.

Auf Spenden angewiesen

Die Kinder erfuhren, dass das Kinderhospiz Sterntaler die erste und einzige stationäre Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz und der Metropolregion ist. Dass sie eigentlich zwölf Pflegeplätze anbieten kann, im Moment jedoch nur sechs in Betrieb sind. „Uns fehlt das Personal. Es ist eben ein sehr anspruchsvoller und nicht einfacher Beruf“, sagte Däuwel. Dabei würden Kinderhospizplätze angesichts von gerade einmal 15 Einrichtungen bundesweit dringend gebraucht.

Auch die Frage nach den Kosten stellten die Viertklässler. Die Sterntaler-Vertreterin antwortete, dass der von den Kassen gezahlte Tagessatz pro Pflegeplatz längst nicht ausreiche. Aufenthalt, Verpflegung und Unterbringung der Eltern und Geschwister müssten über Spenden finanziert werden. „Daher sind wir euch ja so froh für eure Unterstützung“, meinte sie dankbar. wl