Seckenheim

Seckenheim Aktion des Heimatmuseums im Rahmen des Agenda-Diploms der Stadt Mannheim

Kinder kochen wie zu Uromas Zeiten

Archivartikel

Das Heimatmuseum Seckenheim lud Mädchen und Jungen auch in diesem Jahr zu einem Termin im Rahmen des Agenda-Diploms der Stadt Mannheim ein. Das Thema „Kochen wie zu Uromas Zeiten“ ist seit Jahren sehr begehrt und diesmal zog es wieder viele interessierte Kinder in den Mehrzweckraum des Museums in der Kloppenheimer Straße. Museumchefin Traudl Gersbach freute sich sehr über das Interesse der jungen Besucher am Kochen und am Heimatmuseum selbst, das in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert. „Leider“, so die Vorsitzende, „mussten viele Absagen erteilt werden“, aber mit sechszehn Kindern war die Gruppe gut ausgebucht.

Händewaschen mit Kernseife

Doch die Kinder, die eine Platz ergattert hatten, hatten ihre Freude. Die zehnjährige Laura aus der Nachbarschaft des Museums ist schon zum dritten Mal dabei, denn ihr macht das Zubereiten der Speisen immer wieder Spaß. Auch die Brüder Tobias (7 Jahre) und Philip (12 Jahre), aus Gartenstadt waren wieder mit von der Partie. Die elfjährige Lisa aus Feudenheim war zum ersten Mal dabei und sehr gespannt, wie das alles abläuft. Gesine aus Neckarau ist eigentlich mit ihren 13 Jahren schon zu alt für das Agenda-Diplom, kommt aber trotzdem immer wieder gerne ins Heimatmuseum, denn „ihr schmeckt es hier so gut und sie hilft gerne bei der Zubereitung“.

Doch bevor alle gemeinsam das Essen probieren konnten, musste erst mal etwas geschafft werden. Nach dem Händewaschen, ganz authentisch in einer Waschschüssel mit Kernseife, ging es dann auch schon los. Unter den Augen von einigen Museumsmitarbeiterinnen um Doris Scheuler wurde eine leckere Hausmannskost herzustellen. Dampfnudel und Kartoffelsuppe sowie Apfelbrei standen auf dem Speiseplan. Zunächst schälten die Kinder im Alter mit großer Hingabe Kartoffeln und Gemüse für die Suppe sowie die Äpfel für das süße Dessert. Mit historischen Haushaltsgeräten, selbstverständlich mit Handbetrieb, wurde von den jungen Köchinnen und Köche unter Anleitung alles zubereitet. Der Apfelbrei war als erste fertighergestellt und mit Zucker und Zimt abgeschmeckt. Während die Suppe köchelte wurden auch schon die Dampfnudeln gebacken und ein leckerer Duft durchzog das ganze Anwesen des früheren fränkischen Bauernhofs.

Bis alle Speisen fertig waren, hatten die Mädchen und Jungen, sowie ihre interessierten Eltern, Gelegenheit sich die Räumlichkeiten des Heimatmuseums anzuschauen. Traudl Gersbach führten die Gäste durch die Ausstellung und erklärten die Exponate aus vergangenen Tagen. Dabei erklärte sie auch die im neuen Handwerkerraum dargestellten Gewerke.

Nach dem kleinen Rundgang durch das Museum fanden sich alle Teilnehmer wieder zusammen und ließen sich ihr selbst zubereitetes Gericht aus frischen Zutaten schmecken. „Sehr Lecker“, waren sich die jungen Museumsbesucher einig, mancher bat auch um Nachschlag und viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer möchten wiederkommen, wenn es heißt „kochen wie zu Uromas Zeiten“. sane