Seckenheim

Seckenheim Feierlichkeiten in der Erlöserkirche / Gemeindehaus wird umgestaltet

Konzept für Sanierung steht

Archivartikel

Bisher ist immer am letzten Wochenende im September der „evangelische Bazar“ gefeiert worden. Da das Gemeindehaus in der Freiburger Straße jedoch stillgelegt wurde und bereit für den Umbau ist, konnte dort das traditionelle Gemeindefest der hiesigen Protestanten nicht stattfinden. Dafür lud die Erlösergemeinde nun zu einem „kleinen Kirchenfest rund um die Erlöserkirche“ ein, passend auch deshalb, weil das Gotteshaus in diesem Jahr seinen 150. Geburtstag feiert.

So läutete die abendliche Eröffnung der Kunstausstellung „Seelenlandschaften“ der Seckenheimer Künstlerin Sabine Wentzlaff-Hettler das Festwochenende ein. Nach der Begrüßung durch Pfarrer Helmut Krüger mündete die Vernissage in einen gemütlichen „Hock“. Der zweite Tag begann in der Erlöserkirche mit einem Erntedankgottesdienst und der Predigt von Helmut Krüger über das Wunder der Teilung von Speisen und Getränken, ausgelöst durch fünf Brote und zwei Fische.

Blechbläserin Stephanie Sander und Organist Wolfgang Schaller sorgten für den musikalischen Rahmen. Außerdem nutzte die Gemeinde die Feier, um verschiedene haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verabschieden oder vorzustellen und den neuen Konfirmandenjahrgang zu präsentieren.

Die kirchliche Feier leitete über zum gemeinsamen, mittäglichen Suppenmahl. Dazu hatten Helferinnen und Helfer in der Erlöserkirche, im benachbarten Konfirmandensaal und in einem kleinen Zelt draußen neben dem Pfarrhaus Bänke und Tische aufgestellt. Es gab eine wohlschmeckende Suppe und zum Kaffee eine Vielfalt hausgebackenen Kuchens. Auch eine Tombola durfte nicht fehlen. Liedkellner „Charly“ Hanenberg, Musiktherapeut im Schifferkinderheim, war ebenfalls wieder mit von der Partie.

Abstellflächen fehlen noch

Er servierte Gitarrenhits auf Bestellung direkt an den Tisch oder direkt an die Kirchenbank, denn die Gäste nutzten nicht nur die bereit stehenden Bierbänke, sie ließen sich auch in den Kirchenbänken nieder. Mitarbeiter des Jugendtreffs „Exil“ sorgten unterdessen im Eingangsbereich der Kirche für geschminkte Kindergesichter. Zur Unterhaltung trug auch der Flötenkreis bei, der mit Kaffeehausmusik aufwartete.

Krüger setzte mit seiner Gitarre auch den Schlusspunkt des kleinen Kirchenfestes, das es, ehe das umgebaute Gemeindehaus wieder zur Verfügung steht, noch mindestens einmal geben könnte. Immerhin, so Krüger, stehe nun das Konzept einer völligen Umgestaltung und Sanierung des bestehenden, aber derzeit stillgelegten Gemeindehauses in der Freiburger Straße.

Der Bereich des Kindergartens soll im vorderen Teil des vor mehr als fünf Jahrzehnten errichteten Gebäudes angesiedelt, die Gemeinderäume dahinter angeordnet werden. Auch für das „Jugend-Exil“, so Krüger, habe man eine Lösung gefunden. Was jetzt für die nächsten Monate noch fehlt, sind Abstellflächen für auszulagernde Gegenstände unweit der Erlöserkirche. Wer ein Angebot zu machen hat, sei willkommen.

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