Seckenheim

Seckenheim Kein Ausbau der Bezirkssportanlage in Sicht

Kurz: „Es bleibt beim Status quo“

Archivartikel

Die Bezirkssportanlage Seckenheim darf nicht ausgebaut werden. Entsprechenden Wünschen des SV 98/07 hat Oberbürgermeister Peter Kurz bei seinem Stadtteilrundgang in Seckenheim jetzt eine klare Absage erteilt: „Es bleibt beim Status quo“, betonte das Stadtoberhaupt vor Ort. Grund dafür sind die Lage inmitten eines Landschaftsschutzgebietes sowie die unzureichende Verkehrserschließung, die schon heute durch ein gewachsenes Wohngebiet führt.

Mit der Absage an eine intensivere Nutzung der Bezirkssportanlage bricht der zentrale Pfeiler eines stadtweit beachteten Kooperationsmodells weg; dieses hatten die beiden größten Vereine des Stadtteils, die TSG und der SV 98/07, im vergangenen Jahr ausgearbeitet.

Dabei kamen die Vereine überein, auf Grund ihrer angespannten Raum- und Platzsituation einzelne sportliche Disziplinen in jenem Verein zu konzentrieren, der darin führend ist oder dafür über die besseren äußeren Bedingungen verfügt.

Knackpunkt Verkehr

Zu diesem Zweck wollte der SV von der Stadt die Bezirkssportanlage (BSA) übernehmen und ausbauen. Finanzieren wollte er dies durch den Verkauf der Otto-Bauder-Anlage an die Stadt, die diese ihrerseits für Wohnungsbau erschließen könnte.

Ein Ausbau der Bezirkssportanlage ist nach jetzigem Sachstand aber nicht mehr möglich. Unterstützung der Verwaltung für ein Konzept, das die stärkere Nutzung der BSA vorsieht, „wird es nicht geben“, erklärte der Leiter des Fachbereiches Sport und Freizeit, Uwe Kaliske, vor Ort.

Anwohner der einzigen Zufahrtsstraße zu der Anlage kritisierten immer größere Belastungen durch den Autoverkehr. Dem Vorschlag, durch Schaffung eines neuen Übergangs über die OEG-Linie einen direkten Zugang zur BSA zu schaffen, wurden geringe Chancen eingeräumt.