Seckenheim

Seckenheim Seelsorgeeinheit feierte Patrozinium mit der Maranatha-Formation aus Buchen / Pfarrer Miles spricht Reformen der Seelsorgeeinheit an

Mächtige, kraftvolle und harmonische Klänge

Ein harmonisches und wohlklingendes Fest mit Gästen aus Buchen haben die Besucher der Seckenheimer Pfarrkirche beim Patrozinium gefeiert, dem Ehrentag des Namenspatrons für die Seelsorgeeinheit Mannheim St. Martin. Der leitende Pfarrer, Markus Miles, begrüßte dazu im voll besetzten Gotteshaus St. Aegidius nicht nur die Gläubigen, er hieß auch die Formation "Maranatha" willkommen.

"Maranatha" kommt aus dem Dekanat Mosbach-Buchen und versteht sich als Chor über die Grenzen der Pfarreien, Seelsorgeeinheiten und Konfessionen hinweg. Die Formation hat das Ziel, bewegende Gottesdienste zu feiern und musikalisch von der befreienden Botschaft des Glaubens zu künden. Der Sound der eindrucksvollen Gruppe wird maßgeblich vom Chor geprägt. Dazu kommt die Band, die je nach Erfordernissen der Arrangements aus E-Piano, E-Bass, Gitarre, Schlagzeug und Bläsern, Flöte und Streichern besteht.

Mit der Liedauswahl stellt Maranatha das breite Spektrum anspruchsvoller Neuer Geistlicher Lieder dar. Mächtig und kraftvoll, aber nie drohend, begeistern die mehr als 100 Musiker, Sängerinnen und Sänger mit ihrer Aufführung moderner geistlicher Lieder die sowohl andächtigen als auch mitfeiernden Gäste. Im Rahmen von Wortgottesdienst und Eucharistie werden neun Songs ihres geistlichen Lied-Repertoires dargeboten, hier und da sind die Besucher aufgefordert auch mitzusingen.

"Gravierende Veränderungen"

In seiner Predigt betonte Miles, wie wichtig es sei, sich an St. Martin ein Beispiel zu nehmen, und wie im Teilen Leben gelingen könne. Zum Thema Seelsorgeeinheit führte er aus, dass man nicht bei Strukturfragen stehenbleibe, denn es werde weitere Veränderungen geben, "noch gravierender, wie wir uns das heute vorstellen können". Dennoch - oder gerade deshalb - rief er die Gläubigen auf, sich einzubringen und sich von der Aufbruchstimmung im Pfarrgemeinderat anstecken zu lassen, "schließlich hat die Kirche der Gesellschaft etwas zu bieten", so Mannheims stellvertretender Dekan.

Die Kollekte im Gottesdienst wurde für ein Projekt im Rahmen der Erdbebenhilfe in Mexiko eingesammelt. In der Ortschaft Totolapan, die wie viele kleinere Orte von den staatlichen Mitteln und Spendengeldern kaum berücksichtigt wird, soll der Wiederaufbau von sozialen Einrichtungen vorangetrieben werden. Parallel zum finanziellen Support werden die dort lebenden Familien entsprechend instruiert, ihre Wohnhäuser und weitere kommunale Gebäude auch in Eigenregie wieder zu errichten. Spezielle Schulungsangebote sollen die "Hilfe zur Selbsthilfe" fördern. Im Anschluss an das Segenslied der Formation "Maranatha" lud die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Angelika Merkel, alle Besucher zur Begegnung ins Pfarrzentrum St. Clara ein.