Seckenheim

Seckenheim Jahreshauptversammlung beim Sängerbund / Positive Bilanz, aber auch ein Ärgernis

Misslicher Zustand: Vier Probenräume an drei Orten

Es wird das Jahr der kleinen Jubiläen im Sängerbund. Denn Antje Geiters Musikgarten besteht zehn Jahre, „Zeitlos“ unter Tom Huber 15 Jahre, Antje Geiter leitet seit 20 Jahren die Kinder- und Jugendarbeit, die vor 30 Jahren von Dietrich Edinger initiiert wurde, der wiederum vor 50 Jahren begann, Chöre zu dirigieren.

Daniela Petzinger, die Vorsitzende, eröffnete im brechend voll besetzten Nebenzimmer der SV-Gaststätte die Hauptversammlung des Sängerbundes. Ehrend gedachte sie besonders Gerd Schwetasch und Klaus Seiler. Andreas Eder, ihr Stellvertreter, blickte auf 2017 zurück.

Die Karnevalisten „Die Zabbe“ waren als erste 2017 aktiv, dann folgte der Seniorennachmittag mit Unterstützung der VR-Bank. Es gab weitere Termine des Männerchors, der gemeinsam mit dem Frohsinn Friedrichsfeld eine Singgemeinschaft bildet, sowie Auftritte des Jugend- und jungen Erwachsenenchors „Flying Lips“, der zusammen mit der „New Generation“ der Aurelia Sandhofen singt. Der Sängerbund beteiligte sich am Straßenfest, der Musikgarten lud zum Sommerfest, ebenso der Gesamtverein bei den Schützen. An der Kerwe wurde die Scheune von Karl Eder geöffnet und das 70. Zabbejahr trotz Regens auf dem Rathausplatz eröffnet.

Die einzelnen Abteilungen berichteten ebenfalls, so der bisherige Sprecher des Männerchors, Manfred Falkenberg, Franziska Tilg für die Kinder- und Jugendabteilung mit den „Flying Lips“ und Antje Geiter zum Sängerbund-Musikgarten, der vom Baby- bis zum Einschulungsalter 45 Kinder zählt.

Viel Lob für den Musikgarten

Die wohl einmalige Einrichtung eines Gesangvereins wurde von Andreas Eder nicht nur wegen ihres Auftritts auf der Zabbe-Bühne gelobt, sondern auch im Zusammenhang mit der neuen Kooperation mit dem SV. Vier Kinder mit Handicap sind ebenso selbstverständlich dabei wie zwei Flüchtlingskinder, was mit Beifall bedacht wurde.

Für die Karnevalisten dankte Eder Vize-Ehrenpräsident Rolf Kohl für die Ordensgestaltung. Die Narren hätten Traditionen gepflegt und soziale Verantwortung gezeigt, hatte doch das Prinzenpaar für die Kinder und Jugendarbeit des Sängerbundes gesammelt (wir berichteten). Für die Gruppe „Zeitlos“ lud Jürgen Wohlfart alle zwei Wochen zur Chorprobe mit rund 25 Mitgliedern, jedoch wenigen Männerstimmen ein.

Steinzeug- und SV-Saal, Schützenhaus und Heinrich-Vetter-Stiftung: Vier Probenräume in drei Orten – das zeige die ganze Misere des Sängerbundes, legte Inventarchef „Schuby“ Schubert dar. Seitdem vor Jahren der Schlossraum auf Grund von Denkmalschutz gesperrt wurde, ist der Chor und das Inventar in alle Winde verstreut. Und es sei nicht gelungen, ein Domizil zu finden.

„Die Lösung innerhalb der Hammonds Barracks zeichnet sich nicht ab und eine erhoffte Unterstützung der Stadt Mannheim ist nicht erkennbar“ kritisierte Eder. „Hier muss was passieren“ unterstrich auch Daniela Petzinger.

Schriftführerin Sandra di Guglielmo saldierte bei 16 Ab- und 5 Zugängen 230 aktive und passive Mitglieder. Schließlich führte Jürgen Zink die einstimmige Entlastung des Gesamtvorstandes herbei. hat