Seckenheim

Seckenheim Baugenossenschaft zieht positive Bilanz

Modernisierung und Sanierung im Blickpunkt

„Hauptziel unserer Genossenschaft bleibt die Erhaltung unserer Häuser und Wohnungen in guter Wohnqualität sowie die Schaffung neuen bezahlbaren Wohnraums“, so Rüdiger Lapsit, der zusammen mit Brigitte Rienkens als Vorstand der Baugenossenschaft Seckenheim fungiert.

In seinem Jahresbericht anlässlich der ordentlichen Mitgliederversammlung im SV Vereinshaus, ging Lapsit auf die Situation des Wohnungsmarktes in Mannheim ein. Gemäß aktuellen Studien steigt der Bedarf an Mietwohnungen weiter. Aufgrund ihrer regionalen Tätigkeit ist die Baugenossenschaft satzungsgemäß verpflichtet ihren Mitgliedern mit guten, sicheren und sozialverantwortbaren Wohnungen zu versorgen. Dies sei auch im letzten Jahr gelungen. Neben den laufenden Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen zur Verbesserung der Wohnqualität war das Geschäftsjahr 2018 geprägt von der Instandsetzung der Außenfassade und Balkone in der Rohlachstraße 65-71. Mit rund 470 000 Euro die größte Einzelmaßnahme in der fast hundertjährigen Geschichte der Baugenossenschaft.

Mehr als 100 000 Euro Schäden

Die beiden Jahrhundert-Unwetter mit über fünfzig Wasserschadensmeldungen und Schäden von mehr als 100 000 Euro stellten eine weitere Herausforderung dar. Die Schäden an den Kellerböden durch Rückstauwasser sind nun auch Anlass, in den nächsten Jahren schwerpunktmäßig die Abwasserleitungen zu prüfen und weiter instand zu setzen. Auch die Umsetzung der Energieeinsparverordnung erfordert Kosten, so unter anderem durch die Dämmung der Dachgeschosse und Modernisierung der Heizanlagen. Freiwerdende Häuser und Wohnung können aufgrund einer Warteliste ohne Probleme wieder belegt werden, müssen allerdings zuvor modernisiert werden.

Die Altersstruktur der Mieter lässt für die Genossenschaft in Zukunft hohe Sanierungskosten erwarten. Gerade bei Einfamilienhäusern im Althausbestand ist oft eine Totalsanierung erforderlich, um die Häuser erhalten und auch jungen Familien mit Kindern eine entsprechende Wohnqualität bieten zu können. Die Kosten für diese Arbeiten werden in die Miethöhe eingerechnet.

Im Eigentum der Genossenschaft befanden sich 2018 zum Jahresende 117 Häuser mit 207 Wohnungen, ein Büro, ein Studio, 55 Garagen und 37 Stellplätze. Derzeit wird der Erwerb eines Grundstückes auf der Konversionsfläche „Hammonds Barracks“ geprüft.

„Die wirtschaftliche Lage der Baugenossenschaft ist geordnet, die Liquidität ist ausreichend, so dass der Fortbestand gesichert ist“, bestätigte die Aufsichtsratsvorsitzende Ingrid Ruf. Ihr Kollege Klaus Trenkel verlas den Tätigkeitsbericht des Kontrollorgans und dankte für die gute Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstandsteam. Aus dem Prüfungsbericht, den Aufsichtsrat Arno Knöbl bekannt gab, ging hervor, dass die Genossenschaft dem Förderauftag für die 597 Mitglieder entsprochen hat und gesetzliche Vorschriften eingehalten wurden. Der Jahresabschluss sowie die Auszahlung einer vierprozentigen Dividende wurde genehmigt.

Auf Antrag von Kurt Wenz wurden sowohl Vorstand als auch Aufsichtsrat entlastet. Turnusgemäß schieden Ingrid Ruf, Klaus Trenkel und Heike Warlich-Zink aus dem Aufsichtsgremium aus, sie wurden aber wiedergewählt. sane