Seckenheim

Seckenheim Hans-Peter Schwöbel zu Gast bei der katholischen Seniorenorganisation „Forum älter werden“

„Muddasprooch is Heimaad“

Hans-Peter Schwöbel kam auf Einladung der katholischen Seniorenorganisation „Forum älter werden“ (Fäw) ins Pfarrzentum St. Clara. Hier hielt er im voll besetzen St. Nazarius-Saal einen Vortrag über „Lust auf lachen, Heimat & Sprache“. Das Fäw-Team um Gisela Warzok servierte Kaffee und Kuchen und Schwöbel, der Kabarettist und Autor, servierte „Schrisch un Bossä“. Er hatte neben dem kabarettistischen Blick auf die Dinge auch Satire und Poesie im Gepäck, und ganz viel kurpfälzer Dialekt, denn „Muddasprooch is Heimaad“. Ausgehend von der Kurpfalz ertaste er die Welt und behandle die Muttersprache dabei mit Respekt und Liebe.

Dass diese Umgangssprache gerade auch derb und deftig sein kommt, dafür lieferte er einige Beispiele, sehr zur Freude der Senioren, die aber nicht nur zuhörten, sondern auch Beiträge einbrachten. Denn vom „Vagess ämol dei Räd nät“. „Dess is anaschd wie mit da Gees gezaggat“, „Wer hot dann disch gschdummd, dass wagglschd“ oder „Wenns nätt zum greine wär, wärs zum lache“ bis zum ambivalenten, aber für den Kurpfälzer eindeutigen „Kumm, geh fort“ – Schwöbel kannte fast alle alten Sprüchen, neue sagte er würden da kaum hinzukommen.

Seine aktuelle Antwort-Empfehlung für einen Enkeltrickanrufer lautete denn auch: „Des kansch ähm vazehle, wo die Hos mit da Beiszang ozieht“. Doch seine Aufzählung war für die Seckenheimer Gäste nicht vollständig und so wurden von den aufmerksamen Teilnehmern Ergänzungen gemacht, da konnte sogar der Ur-Mannema noch was lernen.

Schwöbel vermochte es bei den Senioren die „Lust auf Lachen“, so der Titel des gelungenen Nachmittags, zu wecken und erhielt dafür viel dankbaren Beifall. Der Vortrag hatte im Anschluss an den Gottesdienst mit Krankensalbung stattgefunden, den Pfarrer Markus Miles in der St. Aegidiuskriche gehalten hatte. hat

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