Seckenheim

Seckenheim Ungewöhnliches Orgelkonzert in St. Aegidiuskirche

Organist beeindruckt auch mit seiner Stimme

Archivartikel

Einen bemerkenswerten Protagonisten hatte das jüngste Konzert an der neuen Seifert-Orgel in der St. Aegidiuskirche: Martin Erhard, studierter Kirchenmusiker und Sänger sowie Dozent am Bischöflichen Kirchenmusikalischen Institut in Speyer, das er seit einiger Zeit auch leitet. Nach dem Studium war Erhard zunächst Solotenor, dann Chordirektor. Nach wie vor ist er mit Freude Konzertsänger und kombiniert daher seine Orgelkonzerte gerne mit eigenem Gesang, so auch in Seckenheim.

Mit der Mischung „Ernst und heiter“ brachte er Werke von Johann Sebastian Bach und den süddeutschen Komponisten Johann Pachelbel, Johann Speth und Justin Heinrich Knecht sowie des Ulmer Komponisten Joseph Lederer zu Gehör. Erhard, 1976 in Ulm geboren, freute sich, an der Seifert-Orgel sitzen zu können. Zwar ist diese ein Neubau, aber im Stile süddeutscher Barock-Orgeln klangfarbenreich gestaltet.

Von Johann Sebastian Bachs Fantasie g-Moll (BWV 542) über Joseph Lederers aus Apparatus Musicus verspielt flink vorgetragenen Praeambulum, Allegro und Phantasia bis zu den Variationen von „Was Gott tut, das ist wohl getan“, bei dem der Sänger und Organist mit seinem Tenor auch Orgelstimmen ersetzte, reichte Martin Erhards musikalischer Bogen. Darunter auch die Toccata in d-Moll von Knecht. „Dieses Werk spiele ich gerne, besonders gerne auf einer Orgel mit diesem barocken Klang“, so Erhard. Aber auch die Vorträge der anderen Stücke, ob mit Gesang oder ohne, beeindruckten. Die Zuhörer bedachten den Musiker mit viel Beifall. hat

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