Seckenheim

Seckenheim Zabbe lassen Karnevalskampagne ausklingen

Prinzessin mit Konfetti gewaschen

Auch wenn die närrische Zeit diesmal lange dauerte, am Wochenende war endgültig „zabbe“ für die Zabbe. Die Karnevalisten im Sängerbund 1865 zogen als närrische Brauchtumspfleger eine positive Bilanz, von der prächtigen Eröffnung der Kampagne auf den Planken bis hin zum Frotzelkommers. Über 60 Termine hatten die Repräsentanten der Seckenheimer Fasnacht, liebenswürdig und immer fröhlich angeführt von „Sandra II. von Zins und Kredit“, trotz aller Hektik bestens gelaunt überstanden. Eine ehrenamtliche Leistung, die mit ausgedehntem Beifall gewürdigt wurde.

Zum traditionellen Heringsessen begrüßt Zabbe-Präsident Andreas Eder etliche Gäste sowie Freunde und Förderer der Fasnacht. Seit Jahren kredenzen die Narren das von Rosie Eder zubereitete und diesmal von Heidi Schleicher gestiftete leckere Mahl in der von Inge und Karl Eder zur Verfügung gestellten, urigen „Kerwescheuer“ in der „Ewwagass“. Dafür gibt es auch diesmal dankbaren Beifall und je einen mächtigen Blumenstrauß.

Kaum haben sich die Kostgänger am dampfenden Kartoffeltopf und an den köstlich milden Matjes erfreut, da naht auch schon das offizielle Ende der fünften Jahreszeit 2018/19. Obernarr Eder resümiert: „Es war eine gelungene Kampagne, und die Zabbe haben Seckenheim ganz hervorragend repräsentiert.“ Das lag nicht zuletzt an der charmanten Regentin Sandra, die zum Dank eine metergroße Minnie Mouse, Teil der gelungenen Bühnendekoration zur Prunksitzung, vom jungen Zabbe-Elferrat erhält. Für die Senatoren belohnt Karl Transier die Lieblichkeit. Sie wiederum dankt nicht nur den Sängerbündlern, sondern ihren Helfern, neben Heidi Schleicher besonders Tanja Sutter sowie Stylistin und Ex-Prinzessin Nadine Belle-Emmerich und damit indirekt auch deren Mutter, die nämlich zu allen Friseurterminen im Hintergrund bereit war zu jeder Tages- und Nachtzeit zur Betreuung von Nadines Kindern anzureisen.

Schlüsselübergabe schwierig

Hatten die Fasnachter beim Neujahrsempfang den Rathausschlüssel noch von Ex-Bürgerdienstchef Stefan Frauenkron erhalten, so wollen sie diese Aufgabe nun wieder abgeben, doch an wen? Schließlich erbarmt sich Walter McDavid und nimmt den Rathausschlüssel zurück. Der Interims-Bürgerdienstleiter hofft: „Im Sommer sollte der vakante Posten neu besetzt sein.“ Vorsorglich laden ihn die „Zabbe“ zur Kerwe im Oktober ein, und McDavid nimmt an. „Was das wohl zu bedeuten hat“, scherzt ein Senator am Nebentisch.

Und obwohl Sandra nur Gutes getan hat, ihre Reinwaschung darf zum Schluss halt nicht fehlen. Dazu haben sich die Elferräte nicht nur mit Melone, sondern auch mit Konfetti und Luftschlangen als angemessenem Wasserersatz bewaffnet. Und weil die Fasnacht „so schä is“, gibt es am Ende doch noch drei keineswegs klägliche Ahoi, aber dann ist endgültig „zabbe“.