Seckenheim

Seckenheim Coverband „Knock on wood“ zu Gast

Rock-Pop-Klassiker begeistern im Palü

Archivartikel

Bekannte oder weniger bekannte Songs nachzuspielen, das machen viele Bands. Diese Hits aber mit einem eigenen Stil zu interpretieren, das macht „Knock on wood“. Die Seckenheimer Gruppe um Leichtathletikbundestrainer Rüdiger Harksen und Schreinermeister Michael Senn jedenfalls begeisterte damit ihre Fans einmal mehr. Diesmal im nun schon legendären Palü-Keller unter dem Badischen Hof, einst Schlaraffen-Domizil und davor historischer Malzkeller der längst untergegangenen Brauerei Pfisterer.

Nun handelt es sich ja bei den Freunden der Holzklopfer nicht um kritiklos schreiende Fans, da gibt es schon eine gewisse Qualitätserwartung, der „Knock on wood“ gerecht werden muss und will. Deshalb war das Konzert an jener Stelle, an der „Other roads“ Jahr für Jahr Begeisterung auslöst, mit Spannung erwartet worden.

Mit Titeln wie dem schwungvollen „Karla with A K“ von The Hooters oder dem heiteren „I will dance“ von Katzenjammer gelang ein Auftakt, der Milows feiner Rockballade „Little In The Middle“ den Weg ebnete. Klar, dass auch „Jolene“ von Dolly Parton und sogar die Interpretation der 50 Jahre alten Schnulze „To Love Somebody“ von The Bee Gees einfach nur Spaß machte. Nach „One“ von U2 oder dem Kontrast von „Long Train Running“ der Doobie Brothers lieferte das Quintett nicht nur eine Kreuzfahrt durch die Rock- und Pop-Geschichte der letzten 50 Jahre ab. Mal von Harksen, mal von Senn und mal von Violinistin Miriam Burkardt vorgetragen, war es zudem die Mischung die gut ankam. Die Musik fand ihren Weg zu den Gästen unterschiedlichen Alters, so dass sich letztlich alle Besucher auf den zweiten Durchgang freuten.

Stürmischer Applaus

Und auch hier erlebten sie ein tolles musikalisches Event. Bei „Mighty Quinn“ von Manfred Mann, „I still haven‘t found what I‘m looking for“ abermals von U 2, oder „Locomotive Breath“ von Jethro Tull tobte der Palü-Keller. Bei weiteren Titeln von The Beautiful South, den Kinks oder „Handle With Care“ vom Starquintett Traveling Wilburys wurde teilweise mitgesungen, rhythmisch geklatscht und es gab stürmischen Applaus im Stehen.

Dass sich die Sänger, dazu Arnd Müller (Bass und Gesang) sowie Armin Tscheuschner (Perkussion und Gesang), über die tolle Resonanz im voll besetzten Palü-Keller freuten, versteht sich. Daher waren auch mit „The Joker“ von der Steve Miller Band, „Searching my soul“ von Vonda Shepard und nach Kenny Loggins der „Ruby Tuesday“ von den Rolling Stones, just am 75. Geburtstag von Stones-Frontmann Mick Jagger, einige Zugaben fällig. Nach diesem großen Erfolg wird die Band in Klausur gehen und überlegen müssen, ob man nicht jährlich ein Konzert im Palü-Keller anbieten möchte.