Seckenheim

Seckenheim Bürgerinitiative zieht positive Zwischenbilanz

Ruftaxi verbessert Angebot

Archivartikel

Zu Beginn des neuen Jahres kann das „Aktionsbündnis bürgerorientierter öffentlicher Personennahverkehr Seckenheim“ (ABÖ) nach Ausklammerung der Rastatter Straße und der Optimierung der Anbindung der Lämmertränke einen weiteren Teilerfolg verbuchen: Mit Einführung des Winterfahrplanes am 7. Januar sind Ruftaxilinien eingerichtet, die zu später Stunde und früh morgens den Ortskern bedienen.

Davon profitiert vor allem der Norden (Herrenalber Straße/Otto-Bauder-Anlage). Dort ist nun die bisher fehlende Anbindung in den Früh- und Spätstunden geschaffen, stellt das ABÖ zufrieden fest. „Sonn- und Feiertags gibt es allerdings weiterhin keine Fahrten, und tagsüber von Montag bis Samstag fahren große Stadtbusse quasi leer“, so die Kritik: „Ein kaum akzeptabler Zustand.

Lob und Kritik

Auch im Süden, also im Bereich Meßkircher Straße und Innerer Heckweg, ist ein Ruftaxibetrieb für Früh- und Spätstunden eingerichtet; die Linie 43 wird in dieser Zeit wieder über die ursprüngliche Route auf der Schwabenstraße geleitet. „Damit wird die Belastung durch den Busverkehr in den Nachtstunden verringert, doch verkehren die schweren Stadtbusse am Tag weiterhin quer durch das enge Wohngebiet und über Schulwege“, beklagt das ABÖ: „Es gibt also noch enormes Optimierungspotenzial“, stellt die BI fest.

Runder Tisch in sachlichem Klima

Genug Gesprächsstoff also für den vom Ersten Bürgermeister Christian Specht angeregten „Runden Tisch“, zu dem es Ende 2019 – nach über einem Jahr – doch noch gekommen ist. Teilnehmer waren das ABÖ, die Seckenheimer Gemeinderatsmitglieder Marianne Seitz und Nina Wellenreuther sowie Vertreter der Stadt Mannheim und der RNV.

Nach – wie das ABÖ lobt – „sachlicher Diskussion“ über die Sicherheit auf der Straße und Fahrgastzahlen, nahm sich die RNV des Themas Ortskernlinie an und stellte potenzielle Linienführungen vor – „allerdings ohne Einbindung der Hauptstraße“, wie das ABÖ bedauert.

Dagegen stellte die Bürgerinitiative eine Ortskernlinie mit dem Badener Platz und Schloss/Bürgerdienst als Endhaltestellen für Kleinbusse unter Einbindung der Hauptstraße vor. „Damit werden zusätzliche Verbindungen geschaffen und das Problem der Pausenplätze gelöst“, argumentiert das ABÖ. Auch für Friedrichsfeld hatte es ein Konzept zur besseren Anbindung des Ortskerns samt Friedhof und Nordbahnhof.

Die Lösungsvorschläge des ABÖ wurden denn auch intensiv diskutiert. Mit zusätzlichen Kleinbuslinien für Seckenheim und Friedrichsfeld bestehe Potenzial das aktuelle Konzept mit seinen Problemen umzugestalten, so die Befürworter. Laut ABÖ verwies Michael Winnes für die RNV darauf, dass – den politischen Willen der Bezirksbeiräte und Stadträte vorausgesetzt – einer Umsetzung nichts im Wege stehe. -tin

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