Seckenheim

Seckenheim Seit 70 Jahren Erholungswochen der Caritas-Konferenzen

Senioren genießen Auszeit vom Alltag

Seit 70 Jahren gibt es die Ortserholung der Caritas-Konferenzen im Dekanat Mannheim (CKD). Anfangs war das Angebot für Frauen und Kinder gedacht, die entbehrungsreiche Kriegs- und Nachkriegszeiten erleben mussten. Im Lauf der Jahre entwickelten sich die Erholungswochen zu „Ferien ohne Kofferpacken“ für Senioren. Vieles hat sich in den sieben Jahrzehnten geändert. Während zu Beginn die Freizeit über drei Wochen ging und die Erholungsuchenden jeglichen Alters in unterschiedlichen Einrichtungen untergebracht waren, konzentrieren sich die verschiedenen Erholungsorte seit etlichen Jahren auf das katholische Pfarrzentrum St. Clara in Seckenheim. Es bietet 24 älteren Teilnehmern für zwei Wochen eine Auszeit vom Alltag. Geblieben sind der Gedanke und das Engagement zahlreicher Ehrenamtlicher, die diese Freizeit erst ermöglichen.

Auftakt mit Frühstück

An den Werktagen treffen sich die Teilnehmer von 9 bis 17 Uhr. Der Tag beginnt mit einem Frühstück. Um 12 Uhr wird Mittagessen angeboten und am Nachmittag stehen Kaffee und selbst gebackener Kuchen, von Gemeindemitgliedern gestiftet, bereit. Es gibt auch ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm mit Gymnastik, Singen, Gitarren- und Flötenspiel. Spaziergänge, Gesellschaftsspiele, Lesen, Gespräche oder Ausruhen stehen ebenso auf der Tagesordnung. In und um das Gemeindezentrum gibt es dazu viele Möglichkeiten, auch die Besinnung in der benachbarten St. Aegidiuskirche.

Um all dies zu ermöglichen arbeiten viele Helfer Hand in Hand. Ursel Heyduk, Referentin der CKD, ist seit Jahren für die organisatorische Vorbereitung zuständig. Die praktischen Arbeiten werden von ehrenamtlichen Mitarbeitern übernommen. Die gute Seele der Erholungswochen ist seit 14 Jahren Hildegard Lehle, selbst schon 80 Jahre alt. Die agile Leiterin der Erholungswochen sorgt wie ihre Mitstreiter dafür, dass sich alle Gäste wohlfühlen. Und das bestätigten auch die Teilnehmerinnen. Renate Hafner aus Ilvesheim ist bereits zum siebten Mal in Seckenheim dabei. Das Highlight für die 89-Jährige war der Ausflug in den Schwetzinger Schlossgarten samt Führung.

Anne Moch von der Vogelstang hat auch schon mehrmals teilgenommen und lobt besonders das Essen, das nicht nur lecker schmecke, sondern auch noch hübsch dekoriert werde. Brigitte Wernet und Maria-Ilona Reinhard nahmen erstmals teil und bedankten sich herzlich bei Loni Preißendörfer aus der Gartenstadt, die sie mitgenommen hat. Die beiden Neulinge waren so angenehm überrascht, dass sie im nächsten Jahr auch wiederkommen wollen, „wenn die Gesundheit mitspielt“, wie sie sagten.

Die Erholungswochen wurden mit einem Gottesdienst abgeschlossen, der von Franziskanerpater Joaquin Garay gehalten wurde. Ehe alle Teilnehmer auseinandergingen, gab es zahlreiche Dankesworte für die Ehrenamtlichen. Christiane Meyer hatte eine Lobeshymne gedichtet und gesanglich vorgetragen und sprach ihren „Miturlauberinnen“ aus der Seele. Eleonore Köble und Johanna Willman, Dekanatsvorsitzende der CKD, schlossen sich den Dankesworten an, bedankten sich bei Brigitte und Klaus Gienow, Hans Wanner, Christa Martin, Christa Klug, Rita Hefner, Gisela Warzok, Marion Kreisel und Roswitha Falkenberg für deren langjährige Unterstützung. sane

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