Seckenheim

Seckenheim/Friedrichsfeld Diskussion über Volkstrauertag

Specht: Kritik an Absage

Archivartikel

Die Absage der traditionellen Gedenkfeiern zum Volkstrauertag in Seckenheim und Friedrichsfeld schlägt auch in der Mannheimer Kommunalpolitik hohe Wellen. „Mich beschämt es etwas, dass in anderen Stadtteilen wir als Stadt uns zurückgezogen haben“, erklärte Erster Bürgermeister Christian Specht (CDU) in seiner Rede auf der Rheinau. Damit übte er indirekt Kritik an der für die Bürgerdienste zuständigen Bürgermeisterin Felicitas Kubala (Grüne). Den Bürgerserviceleitern wurde vor zwei Jahren untersagt, sich weiter an der Organisation der Veranstaltungen zu beteiligen. Daher mussten diese erstmals seit Jahrzehnten komplett ausfallen.

In Seckenheim und Friedrichsfeld wurden die Gedenkfeiern früher von den Bürgerdiensten organisiert. Am 20. Juni 2017 informierte der damalige Bürgerserviceleiter für Seckenheim und Friedrichsfeld, Stephan Frauenkron, die Vereine, „dass wir Bezirksleiter nicht mehr für die Organisation Sorge tragen sollen.“

„Nicht an finanziellen Mitteln“

„Es gab eine gesamtstädtische Vorgabe im Rahmen der SHM (Strategische Haushaltskonsolidierung Mannheim), dass sich die Bürgerdienste aus der Organisation des Volkstrauertages zurückziehen“, erklärte Andrea Anslinger vom zuständigen Dezernat V (Bürgermeisterin Kubala) am Dienstag vergangener Woche dem „MM“ zur Begründung.

Diese Darstellung wies Specht jetzt entschieden zurück: „Das liegt nicht an finanziellen Mitteln“, betonte der Erste Bürgermeister, der zugleich Stadtkämmerer ist. Unter Anspielung auf die für die Bürgerdienste zuständige Bürgermeisterin Kubala erklärte er: „Ich werde mit meiner Kollegin darüber reden, ob dies das richtige Zeichen ist.“

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