Seckenheim

Seckenheim Initiative fordert Wohnungen für 500 Menschen

Stadt soll Hammonds erwerben

Die Stadt soll das Baufeld 2 auf dem Gelände der ehemaligen Hammond Barracks in Seckenheim von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) übernehmen und ausschließlich zur Herstellung von bezahlbarem Wohnraum verwenden. Das fordern mehrere Mannheimer Organisationen in einem gemeinsamen Aufruf.

Unterzeichner des Appells sind Mietshäuser Syndikat im Rhein-Neckar-Delta, Runder Tisch Gemeinschaftliches Wohnen, DGB Jugend, GEW Kreis, Mieterinitiative, FairMieten, WemGehörtDieStadt Stadtpolitisches Bündnis, Die Linke Kreisverband und im Gemeinderat, attac Mannheim. Sie beziehen sich auf eine Aussage von Bundesfinanzminister Olaf Scholz. Danach kann die BImA jetzt Grundstücke an Gemeinden vergünstigt oder sogar kostenlos abgeben, wenn sie „für die Herstellung von bezahlbarem Wohnraum“ genutzt werden.

Nach Angaben der Initiatoren könnte auf dem 18 000 Quadratmeter großen Areal bezahlbarer Wohnraum für mindestens 500 Menschen in drei Bestandsgebäuden und sieben möglichen Neubauten geschaffen werden. Mit einer Selbstverpflichtung der Stadt, diese Flächen sehr langfristig für eine soziale Wohnnutzung auszuweisen, könnte mit der BImA über eine kostenlose Übernahme verhandelt werden, glauben die Unterzeichner.

Für „Wiener Modell“

Dabei könne diese Fläche sogar als Grundstock eines städtischen Immobilienbestandes gesehen werden, der sich ständig erweitert und unveräußerlich bleibt. Hier verweist der Aufruf auf das Modell Wien. Dort sind rund 220 000 Wohnungen und damit ein Viertel des Gesamtbestandes in der Hand der Kommune. Die Vergabe des dann städtischen Grundstücks in Mannheim könnte langfristig in Erbpacht erfolgen, unter der Maßgabe, dass Mieten von 7,50 Euro sicherzustellen sind. hje